Vorheriger Vorschlag

Judenhof mit Paradiesgasse und Schuhhausgasse

Der historisch sensible und wertvolle Stadtraum im Zentrum von Ulm verdient es vom Kfz-Verkehr befreit zu werden.

Was ist Ihre Meinung dazu? Was ist bei Zufahrten und Lieferverkehr zu beachten? Danke für Ihre Einschätzung!

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Marktplatz mit Schelergasse und Herdbruckerstraße

Der Bereich am Marktplatz ist seit einiger Zeit im Rahmen eines Verkehrsversuchs zur Fußgängerzone geworden. Aus Sicht der Verwaltung eignet sich dieser zentrale und sehr belebte Platz hervorragend für eine dauerhafte Fußgängerzone. Im selben Zug schlägt die Verwaltung vor, auch die Schelergasse und die Herdbruckerstraße zur Fußgängerzonen zu machen. Beide Straßen zeichnen sich durch ein vielfältiges gastronomisches Angebot, sowie ein in Spitzenzeiten hohes Fußgängeraufkommen aus. Auch kam aus der Bürgerschaft und Politik immer wieder der Wunsch, diesen Bereich als Fußgängerzone auszuweisen.

Was ist Ihre Meinung dazu? Was ist bei Zufahrten und Lieferverkehr zu beachten? Danke für Ihre Einschätzung!

Kommentare

Moderationskommentar

Guten Tag Gast,

ich bitte Sie dringend darum, bei Ihren Beiträgen die Dialogregeln zu achten. Respektieren Sie die Meinung der anderen Teilnehmenden, auch wenn Sie in der Sache unterschiedlicher Auffassung sind. Vermeiden Sie Formulierungen wie "Warum glauben die Innenstadt-Einwohner, sie hätten zu Recht den Anspruch, in einer Art von Sanatorium zu leben?!", welche als beleidigend aufgefasst werden können. Zu unterlassen sind ebenfalls Unterstellungen wie "Es gibt einen 'grünen' Teil der Bevölkerung, der geprägt ist von Autos-Aversion (Hass?)". Beachten Sie bitte weiter, dass es in diesem Dialog nicht um größere gesellschaftliche Fragestellungen geht.

Viele Grüße
Moderation PK

Guten Tag Herr "PK",
in Ihrer Replik zu meinem Beitrag schrieben Sie: "Zu unterlassen sind ebenfalls Unterstellungen wie "Es gibt einen 'grünen' Teil der
Bevölkerung, der geprägt ist von Autos-Aversion (Hass?)". Eine "Unterstellung"?????
Im Folgenden begründe ich ausführlich, warum diese Ihre sprachpolizeiliche Aussage ein Skandal der Antiliberalität ist:
In der SWP schrieb am 2.10. auf S. 2 in seinem Kommentar Hajo Zenker:
"Diejenigen Grünen, die bekennende Autohasser sind, dürften angesichts der pragmatischen Haltung ihrer Führung mit den Zähnen knirschen."
Ich hatte zurückhaltend (!!!) "Autos-Aversion (Hass?)" geschrieben - obschon auch andere Denker erkennen, dass es im grün geprägten Teil der
Bevölkerung veritable Autohasser gibt!!! Daraus folgt:
Ihr Verbot, ich dürfe das obige Zitat nicht schreiben, war ein super-exorbitantes Beispiel für "Sprachpolizei"!!!
Da Sie vermutlich (99 %) sich nicht entschuldigen werden, werde ich hierfür keine e-mail-address angeben. Stattdessen werde ich Sie als
verfassungswidrigen Sprachpolizisten beim "Brötchengeber" detailliert melden ("Beschwerde").
"Zum Glück" hat zur etwa selben Zeit die SWP den realitätsnahen Begriff "Autohasser" (bei Grünen) publiziert!......................
(Da ich Rentner bin und tagsüber schlafe ("Eule"), weiß ich nicht, wann ich dazu kommen werde -- schade......... Es muss schnell gehen.)
Wurden Sie von der Stadt zum Sprachpolizisten instruiert? (Gute Frage, wa?)
Oder gerieren Sie sich "aus eigener Machtvollkommenheit" so?
mit dem Gruß des zu Unrecht getretenen Hundes: "Gast"

Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Die meisten Anwohner, ich gehöre dazu, sind gegen eine Fußgängerzone, es sind eher die auswärtigen sowie die Besitzer von Gastronomiebetrieben die diese Fußgängerzone vorantreiben.

Ich wohne im Ochsengässle 1. Mir wäre es am liebsten, wenn ich in die dazu gehörige Tiefgarage von der Herdbruckerstrape aus reinfahren könnte und auch Richtung Herdbruckerstraße wieder rausfahren. Das würde reichen. Bisher war ja die Zufahrt nur über die
Schelergasse möglich. Das stört die Gäste, die dort im Freien sitzen. Und der Platz ist sehr eng und auch nicht ungefährlicih.
Außerdem war es ein großer Umweg.

Gruß

H. Schmauß

Grundsätzlich finde ich die Idee ansprechend.

Die Bedenken des Einzelhandels verstehe ich nicht, da die teuersten Ladenflächen in den meisten Städten in einer Fußgängerzone liegen – das muss ja einen Grund haben.

Die Aufenthaltsqualität würde sich mit Sicherheit verbessern, vor allem tagsüber durch mehr Außen-Gastronomie, mehr Grün etc.… Ob die Einführung einer FZ das nächtliche Lärmproblem noch verschärft, wage ich nicht zu beurteilen.

Vergessen darf man bei der Planung natürlich nicht sämtliche Anwohner, die aktuell (noch) auf ein KFZ angewiesen sind. Es muss einerseits die Möglichkeit der Zufahrt bestehen, als auch ein irgendwie geartetes Anwohnerparken möglich sein.

Eventuell ist die bereits in einigen Beiträgen angesprochene „verschärfte Kontrolle“ der aktuell bestehenden Regeln in Zusammenhang mit einem Schild „Einfahrt nur für Anlieger“ an der Schelergasse die pragmatischste und sinnvollste Lösung.. Alternativ wäre auch eine Ausweisung als Fahrradstraße denkbar.

Das Problem ist doch, dass es durch viele Studien belegt so ist, dass die Einrichtung einer Fußgängerzone zu höheren Mieten führt und dann nach und nach die kleinen Läden herausgedrängt werden und durch Ketten sowie Gastronomie ersetzt werden. Das Resultat ist dann einen Innenstadt die so aussieht wie jede andere auch und in der es sich auch niemand mehr leisten kann zu wohnen.

Nicht praktikabel, da parallel keine Entlastungsstraßen sind für die Andienung der Geschäfte. Auch für Mobilitätseingeschränkte Personen, werden immer mehr wegen der Überalterung der Gesellschaft, ist das Viertel nicht mehr erreichbar.

Die Nachtruhe für die Anwohner wird massiv eingeschränkt in den Sommermonaten weil noch mehr Tische und damit mehr Lärm am Abend und bis weit in die Nacht durch das Partyvolk entsteht .

Eine Sackgasse hält meiner Meinung nach die meisten Durchfahrts-Autos auf, und ließe die Straße für Anlieferung und Anwohner befahrbar. Die Schelergasse sollte bis zum Marktplatz 13 eine Sackgasse sein. Eventuell mit Wendeplatte am Ende (vor Marktplatz 13 / Brunnen). Die Herdbruckerstraße sollte mit der bereits vorhandenen Schranke dauerhaft zur Sackgasse werden und nur von "unten" befahrbar sein (BIs Zufahrt „Bei den alten Röhren“ hinter Marktplatz 15).

Eine Sackgassenbegrenzung sollte mit modernen, im Boden automatisch versenkbaren Barrieren ausgestattet sein. Damit können Rettungsdienste und eventuell auch Anwohner Barrieren öffnen wenn nötig und durchfahren. Das wäre auch eine Gute Lösung für eine potentielle „Vollsperrung“ für Autos.

Die Herdbruckerstraße (evtl. auch Schelergasse) sollte für Radfahrer immer befahrbar bleiben. So viele Fußgänger wie Samstags in der Hirschstraße sind hier ja nie unterwegs. Ein explizit markierter (baulich getrennter?) Radstreifen auf der Herdbruckerstraße ist sinnvoll für den Radverkehr von der Neuen Straße, am Rathaus vorbei, die Herdbruckerstraße entlang zur Donaustraße (in beide Richtungen natürlich). Kuriere, Lieferdienste, sehr viele Bürger, auch mit E-Rollern, sogar Paketdienste, fahren bereits mit Fahrrädern durch Ulm und die Herdbruckerstraße. Fahrradfahren zu können ist auf der Herdbruckerstraße also unbedingt notwendig.

Im unteren Bereich der Schelergasse und/oder Herdbruckerstraße (Nähe Donaustraße) sollten Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden. Eventuell mit deutlich bequemeren und moderneren Möglichkeiten als aktuell: Vorbild Frankreich (Saint-Maxime): Beim befahren des Parkplatzes ist an einer Säule eine 15 Minuten rückwärtslaufende Uhr bereits vom Auto aus zu sehen und eine Kamera. Es ist umsonst, und kostet bei mehr als 15 Minuten eine Strafe. Das würde an dieser Stelle auch Personal sparen, das rumlaufen muss zum kontrollieren. Und Musikschule und Geschäfte wie Anwohner hätten Ladeflächen.

Der Lieferverkehr (Gewerbe, Gastronomie) sollte nicht vergessen werden. Sehr früh morgens sind einige große Lastwagen gleichzeitig unterwegs in diesem Bereich. Mit automatisch oder auf Bedarf öffnenden Barrieren könnte man das regulieren.

[Anwohner Marktplatz/Herdbruckerstr.]

Die kleinen Inhabergeführten Geschäfte machen den Charme einer Stadt aus. Es muss für die ganze Woche Umsatz und Ertrag generiert werden. Es reicht nicht nur der Samstag. Kosten müssen 6 Tage die Woche bezahlt werden,
Das Geschäft ist unter Woche ein anderes wie am Wochenende. Dazu kommen viele Kunden um Erledigungen, die im Kleinpreis bzw. in klein Artikeln sind kurz vorbeigefahren und nehmen die Ware mit. Auch können keine größeren und sperrigen Artikel, war Ertrag bringt, mehr verkauft werden. Man könnte wie bisher in der Herrenkellergasse am Samstag die Straße für den Verkehr sperren und unter der Woche offen halten. Auch ist die Ecke Marktplatz Herdebruckerstrasse Schelergasse an keine Fußgängerzone angebunden. Die Neue Straße trennt die Viertel. Das wäre eine Insellösung und diese ist nicht Überlebensfähig. Auch müssen die Anwohner und Büromitarbeiter in Ihre Parklätze kommen. Eine weitere Ausdehnung der Gastronomie in die Straße bringt den Anwohnern nur eine Verschlechterung der Wohnqualität, da in den Sommermonaten eine Nachtruhe sich dann sehr spät einstellen wird. Auch hat aus anderen Städten gezeigt dass, wenn der Handel herausgeht Gastronomie einzieht. Diese Ecke ist nicht für eine Fußgängerzone geeignet sondern nur für einen Verkehrsberuhigten Bereich der dann auch konsequent kontrolliert werden muss

Als Anwohner in der Herdbruckerstrasse werde ich massiv durch die Fußgängerzone in meiner Mobilität eingeschänkt. Wie soll dann mein Wocheneinkauf ausladen? Auch kann im Krankheitsfalle kein Arzt und Psychotherapeut mehr kommen Auch kann kein Besuch mehr kommen

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