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Besser in die Innenstadt

Welche Mobilitätsangebote in Ulm sollten vorrangig verbessert werden? Welche Maßnahmen schlagen Sie vor, um bequemer und sicherer in die Innenstadt zu kommen?

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Welche Verkehrsmittel und Serviceangebote beurteilen Sie als gut und welche weniger gut, um die Ulmer Innenstadt zu erreichen?

Versuchen Sie bitte an Beispielen zu beschreiben, was Ihnen konkret gut gefällt oder missfällt.
Mögliche Verkehrsmittel, die Sie beurteilen könnten sind Busse und Bahnen (ÖPNV), das eigene Auto, car sharing, Fahrrad und auch das zu Fuß gehen. Park&Ride Angebote und die Taktzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel gehören auch dazu. Staus, Behinderungen, Sicherheit und Sauberkeit gehören selbstverständlich auch zu den wichtigen Aspekten. Bei dieser Beteiligung geht es um den Verkehr in die Innenstadt und in der Innenstadt. Bitte versuchen Sie, Corona hier einmal auszublenden!

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Gute sind bereits die ÖPNV Möglichkeiten. Ggf. könnte die Taktung erhöht werden.
Individualverkehr (PKW) möglichst schnell in Parkhäuser lenken,
Oberirdische öffentliche Parkplätze im Innenstadtbereich weitestgehend abschaffen.
Mehr Fahrradstellplätze verteilt im Innenstadtbereich.

Die Einzelfahrscheine in Ulm sind mit 2,40 € unfassbar teuer. Folgendes Szenario: Ein Paar wohnhaft in Söflingen möchte abends noch für ein Getränk in die Stadt fahren. Beide haben keine dauerhafte Fahrkarte, weil sie nur gelegentlich die Straßenbahn nutzen und viel mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die Fahrt von der Söflinger Endhaltestelle bis beispielsweise zum Theater dauert 10 Minuten. Dafür müssen beide 2,40 € zahlen. Wenn sie abends wieder zurückfahren zahlen wieder beide 2,40 €. Wenn man es weiß, kann man sich eine Tageskarte kaufen, da diese günstiger ist als zwei Einzeltickets (4,40 €) - das weiß aber sicher nicht jeder. Oder ein Gruppenticket - davon wissen aber noch weniger. Aber angenommen es bleibt bei den Einzelfahrscheinen - so zahlt das Paar nur um Abends in der Stadt etwas trinken zu gehen sage und schreibe 8,80 € !!! Das ist wahnsinnig - das ist eine Vorspeise oder zwei große Bier ... Wissen Sie wie oft ich wegen diesen 8,80 €, obwohl ich die Umwelt liebe und Auto fahren in der Stadt hasse, trotzdem mit dem Auto gefahren bin??? Ich sehe das absolut nicht ein. Für diese kurze Strecke (Söflingen - Stadtmitte) MUSS ein neuer Einzelfahrschein eingeführt werden. Beispielsweise 1 € für die Fahrt ins Stadtgebiet.

Absolut richtig. Und selbst wenn man sich ein Gruppenticket zum Preis von 8€ kauft ist es unwesentlich günstiger. Da ist man sogar in der teuersten Stadt der Welt (Paris) mit 1,90€ pro Einzelfahrt günstiger unterwegs und kann vom Süden in den Norden damit fahren.

Für Radfahrer und Fußgänger (Ampelschaltungen verbessern, Aufstellflächen teils vergrößern in Münchner Straße oder beim Hotel Goldenes Rad) verbesserte Möglichkeiten zusätzlich zum Donauradweg schaffen, um in die Innenstadt zu kommen. Das P&R-Angebot ist dürftig, ungünstig und abseits gelegen und sollte verändert bzw. erweitert werden, spätestens wenn die regionale S-Bahn kommt. Abstellmöglichkeiten für Radfahrer sind zu wenige vorhanden, Radverkerkehrs-Verbindungsachsen in der Innenstadt sind oft zu eng und zu schlecht markiert (z.B. Lautengasse, Wengengasse, Frauenstraße(?), Kramgasse). Der ÖPNV ist recht gut ausgebaut, allerdings die Taktung abends und an den Wochenenden ausbaufähig.

Die Innenstadt sollte frei von Parkplätzen und Autoverkehr sein. Ausnahme: Kurzzeitiges Be- und Entladen ist zu gewissen Zeiten möglich. Dafür mehr Angebote für Fussgänger schaffen: Z.B. Sitzplätze, Blumeninseln mit mehrjährigen Stauden, Geschäfte können ihr Angebot auf der Strasse präsentieren - den Fussgängern entgegenkommen.

Nachdem man sich an die neuen Roller als Verkehrsmittel im innerstädtischen Bereich wohl gewöhnen muss, wäre es gut wenn für diese Park-/Abstellbereiche geschaffen werden würden, wo sie nicht im Weg rumstehen (z.B.in engen Gassen in der Innenstadt wo sie die Durchfahrt der Anlieger behindern). Außerdem sollten sie mit Licht ausgerüstet sein, da sie im Dunkeln erst im letzten Moment gesehen werden. Prinzipiell sollten weniger Autos in die Innenstadt fahren dürfen, daher weniger Parkplätze, dann hört die Parkplatzsuche (vielleicht) auf. Im Gegenzug sollte für Handwerkerfahrzeuge Abstellfläche zur Verfügung gestellt werden, da diese häufig geparkt werden, wie es den Handwerkern gefällt ohne Rücksicht auf Feuergasse, Anliegerzufahrten usw.

Das Parkleitsystem sollte überarbeitet werden. Es ist unbedingt notwendig, dem Autofahrer schon beim Eintritt in die Innenstadt jegliche Möglichkeiten aufzuzeigen, wo noch Kapazitäten zur Verfügung stehen. Das verhindert längere Parkplatzsuchen und entlastet den Verkehr.

Die E-Roller sind eine schöne Ergänzung (kein Ersatz) als Fortbewegungsmittel. Dennoch werden Sie oft unsachgemäß abgestellt und behindern die Verkehrsbeziehungen. Hier muss nachgesteuert werden.

Für die Zukunft sollte der ÖPNV durch günstigere Kurzstreckenfahrscheine oder eine Ausweitung des kostenfreien ÖPNV gestärkt werden. Das im Zusammenspiel mit der Bewerbung und attraktiven Gestaltung von P+R Parkplätzen am Stadtrand könnte zusätzliche Entlastung bringen - die Stadt geht hier mit der Schaffung von immer mehr innerstädtischen Parkhäusern jedoch momentan einen anderen Weg.

Die Fahrradwegebeziehungen in Ulm sind schwierig. Es gibt viele Angebotsstreifen, die jedoch im drängenden Verkehr als sehr unsicher wahrgenommen werden. Durchgehende Fahrradstraßen gibt es zu wenig und sie sind für nicht ortskundige mangelhaft ausgeschildert/sichtbar.

Das bisherige des ÖPNV insbesonder in den Ortsteilen ist seit der Übernahme der SWU echt positiv. Stehts pünktlich und eine sinvolle Taktung. Nun soll mit dem Fahrplanwechsel am 13.12.20 dieses tolle Angebot deutlich eingeschränkt werden. Zum Beispiel auf der Linie 11 fallen an Wochentagen bis zu 8 Fahrten weg. Das Angebot am Samstag wird quasi halbiert. Ich würde mir wünschen, dass das bishereige Angebot bestehen bleibt. Wenn die ÖPNV Angebote zurückgefahren werden, braucht man sich nicht wundern wenn das Angebot nicht genutzt wird. Das ist dann eine Spirale nach unten.

Gefühlt gibt es an jedem Werktag am frühen Abend einen Verkehrsinfarkt in der Karlstraße, und darin bleiben natürlich auch die Busse stecken, weil sie hier keine eigene Spur haben. Und die Leute fahren trotzdem immer wieder mit dem Auto - klar, mit dem Bus sind sie ja auch nicht schneller, leider. Wenn jemand dafür eine gute Lösung wüsste...

Ich wünsche mir einen deutlichen Ausbau und die Verbesserung der Radwege:
- Schlaglöcher konsequent verfüllen,
- Fahrbahn- und Bordsteinkanten am Radweg z.B. in Kreuzungsbereichen einebnen.
- kostenlose Radmitnahme im ÖPNV
Der ÖPNV sollte kostenlos sein oder wenigstens günstige Kurzstreckentickets (1,-) bieten.
Preisgünstige Ruftaxis für Senioren, die nicht nah genug an der Haltestelle wohnen, um mobil zu sein.

E-Rollen stehen häufig mitten im Radweg, mitten auf dem Fußweg.
Bitte machen Sie strengere Vorgaben.

Die Verbesserung im Öpnv der letzten Jahre haben für den Ulmer Norden endlich ein gut funktionierendes System geschaffen. Mit Ausnahme von Samstagen mir erschließt sich nicht warum die Linie 13 nicht auch an Samstagen im 30 Minuten Takt verkehren kann (eventuell auch nur kurzzeitig beispielsweise zwischen 10 und 21 Uhr). Meiner persönlichen Auffassung nach sind sehr viele neue Öpnv Nutzer, aus Lehr und Mähringen, Leute die normaler weiße zur Arbeit das Auto benötigen allerdings zur Freizeit Gestaltung gerne den Bus und die Bahn verwenden, für diese (und natürlich auch alle anderen) wäre ein 30 Minuten Takt Samstags sehr praktisch (dies wär auch sehr leicht umsetzbar mit nur einem Fahrzeug mehr).
Auch ist der Bus nicht wirklich nutzbar wenn er nur einmal die stunde kommt.
Auch erschließt sich mir nicht warum der Takt der Linien 2 und 13 nicht aufeinander angepasst ist, so ist es von Jungingen kommend nichts außergewöhnliches 10 Minuten warten zu müssen um nach Ulm zu kommen. Dies verlängert fasst die komplette Reise Zeit aus Lehr/Mähringen nach Ulm.

Die Linie 11 verliert mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 an Attraktivität! Die Taktung wird verringert und dadurch ein falsches Signal zur Nutzung des ÖPNV gesendet.
Eine Halbstundentaktung ist wenig flexibel und unattraktiv in Zeiten hoher Mobilität.
Berufspendler haben einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand bei Nutzung des ÖPNV.
Ein Beispiel: Bei Beendigung des Arbeitstages in der Ulmer Innenstadt um 18 Uhr ist es nicht zu schaffen, mit dem Bus um 18:05 Uhr ab Ehinger Tor abfahren zu können. Somit ist man als Einwohner von Einsinger erst über eine Stunde nach Arbeitsende in der Ortschaft angekommen. Mit dem PKW bzw. einer Direktfahrt spart man sich ca. 45 Minuten.
Mit dem PKW in die Ulmer Innenstadt zu fahren ist keine attraktive Alternative aufgrund der sehr angespannten und sehr teuren Parksituation in Ulm.
Der Radweg von Einsingen führt durch das Gewerbegebiet Donautal (Fußweg bzw. Straße), was aufgrund der vielen LKW gefährlich ist. Der Radweg an der Bahnlinie entlang ist zu eng und unbeleuchtet und wird zudem durch Spaziergänger und Sportler zusätzlich mit genutzt. Auch das ist in der Dunkelheit sehr gefährlich.
Es fehlen attraktive und ungefährliche Anbindungen der Ortschaft Einsingen an die Ulmer Innenstadt, was sehr bedauerlich ist.
Einsingen ist eine wachsende Ortschaft mit einer sich verjüngende Einwohnerstruktur, welcher sicher der Umweltschutz sehr wichtig ist!
Dies sollte für künftige Verkehrs- und Anbindungs-Planungen unbedingt berücksichtigt werden!

Mein Vorschlag wäre die 2 enden der Linie 7 zu trennen.
1. Linie von Jungingen nach Frauenstraße von da über Justizgebäude zum Hauptbahnhof oder Rathaus Ulm
2. Linie eine Ringlinie welche zwischen Karlsstraße und Willy-Brandt-Platz wie gewohnt fährt und von dort über Ostplatz zurück zur Karlsstraße (zwischen Ostplatz und Karlsstraße evtl. eine neue Haltestelle)
Die Vorteile wären das die Nordstadt besser in alle Richtungen angebunden wären

Wäre das 365 €-Ticket (=Preis für eine Jahreskarte im ÖPNV) nicht eine gute Idee, um zugleich den öffentlichen Nahverkehr zu fördern, aber auch die Stadt attraktiver zu machen bei gleichzeitig überschaubaren Mehrkosten?

Ein Beispiel: Junge Familie wohnt am Eselsberg an der Linie 2. Sie haben eine Sozialwohnung von der UWS, das Jobcenter finanziert ihren Lebensunterhalt. In die Stadt und in die Kita fahren sie mit ihrem Auto, das erscheint ihnen billiger. Sie beklagen wie viele andere den hohen Parkdruck am Eselsberg.
Man könnte doch überlegen, solche Sozialleistungen mit einem Ticket für den ÖPNV zu verbinden? (wenn eine Berufstätigkeit kommt, die weiter entfernt liegen sollte, kann man mit P&R weiter denken)
Natürlich machen viele Familien ihre Wege mit dem Auto, aber sie finanzieren selber und nicht der Steuerzahler. Dennoch müssten auch für sie mehr Anreize geschaffen werden, den ÖV zu nutzen.

Ich fahre täglich von NU/Wiley in die Innenstadt (Frauenstraße):
- Prior 1: mit dem Fahrrad komme ich schnell und sicher voran. Top sind die neuen Fahrradstraßen (z.B. Heimstraße). Gerne Fahrradwege weiter ausbauen!
- Prior 2: mit dem Bus ist die Anbindung auch sehr gut, Allerdings sind die Busse meistens(!) deutlich überfüllt (Line 5+4). Auch sind die Ticket-Preise (Tageskarte und Monatskarte) für die kurze Strecke von 12 Minuten zu hoch. Mehr Busse in den Stoßzeiten und ein 365 Euro-Ticket würde ich sehr begrüßen
- Prior 3: mit dem Auto macht die kurze Strecke keinerlei Spaß. Permanenter (Baustellen-)Stau, Stop and Go an den vielen Ampeln und viel zu teure Tageskarten in den Parkhäusern. Mit dem Auto in die Innenstadt von Ulm geht gar nicht!
Fazit: Fahrrad sehr gut, Bus konservativ, teuer und klar Ausbau fähig, Auto Katastrophe. Wenn Bus attraktiver wird kann ich in Kombi mit Fahrrad gut auf das Auto in der Innenstadt verzichten.

Das ÖPNV, insbesondere in den Ortsteilen von Ulm, ist bis dato gut. Nun soll mit dem Fahrplanwechsel am 13.12.20 das Angebot eingeschränkt werden. Als Einsinger Familie betrifft uns die Linie 11. Hier werden die Fahrten wochentags und am Samstag deutlich reduziert. Unsere Kinder beklagen sich jetzt schon darüber. Trotz Corona-Zeit würden wir uns freuen, auch in Zukunft die Ulmer City wie gewohnt zu erreichen. Mit einer Reduktion des ÖPNV-Angebots wird man sicherlich nicht mehr Menschen überzeugen, dass Auto stehen zu lassen.

Meiner Wahrnehmung nach liegt der Schwerpunkt auf dem Autoverkehr, dem sich alle anderen Verkehrsteilnehmer unterzuordnen haben. Meine persönliche Forderung richtet sich an die Stadtverwaltung: Die Verkehrsverantwortlichen denken zu sehr AutoAuto! Der Ausbau der Adenauerbrücke zu einer 8-spurigen Straße ist ein Beleg dafür. Ein Grauen! Wollen wir noch mehr Autos in der Stadt? Rollt dort der Verkehr wieder besser, wird sich der Verkehr dort und in der Stadt erhöhen.
Der Lockdown im März hat es gezeigt: Die Qualität des Lebens in der Stadt steigt ohne Autos in der Stadt erheblich, die Natur atmet auf und der Stresslevel sinkt für alle! In dieser Zeit ist mir aufgefallen, obwohl das eigentlich klar ist: Der Verkehr in der Stadt wird verursacht von denen, die von außen in die Stadt fahren. Die ÖPNV-Angebote sind für den Berufspendler nicht lohnend: KollegInnen von der Alb beispielsweise brauchen mit dem Auto 30 Minuten, mit dem ÖPNV, wenn überhaupt vorhanden, weit mehr als eine Stunde bei enormen Kosten! Ich würde auch das Auto wählen. Anderes Beispiel: In mein Heimatdorf brauche ich mit dem Auto 15 Minuten, mit dem Bus 45 Minuten. Die Taktung ist so schlecht, dass ich abends nur noch alle zwei Stunden zurück in die Stadt fahren kann. Der Bus ist also keineswegs eine Alternative zum Auto!

Das Denken muss sich langfristig in Richtung autofreie Stadt drehen. Dazu zählt für mich:
- Mehr Lobby den Fahrradexperten in der Stadtverwaltung!!!
- Ein weit greifendes ÖPNV-Netz, das den Radius in alle Richtungen ausweitet.
- Der ÖPNV muss schnelle Verbindungen anbieten
- Der ÖPNV muss auch preislich eine wirkliche Alternative zum Auto darstellen: Starke Subventionierung des ÖPNV!
- Lukrative Park&Ride-Angebote für Pendler
- HoppOn/HoppOff-Angebote etablieren
- Mehr und breitere Fahrbahnen für Fahrradfahrer
- Fahrradparkhaus am Bahnhof
- Mehr und überdachte (!) Abstellplätze für Fahrradfahrer
- Stärkere Verkehrskontrollen (hinsichtlich Geschwindigkeit zum Beispiel nachts in der Olgastraße zwischen Justizgebäude und SWP oder in Spielstraßen gerade hinter dem Münster. In beiden genannten Bereichen ist die Selbstwahrnehmung vieler Autofahrer zu überheblich. In den Spielstraßen wird oft mit 40-50 km/H durchgebrettert, die Fahrtrichtung der Einbahnstraßen nicht eingehalten...)
- Am wichtigsten jedoch: Ein Verkehrskonzept, das mehr als 10 Jahre in die Zukunft weist und eine Änderung des Verkehrsverhaltens beim Bürger hervorruft. Langsamerer und weniger motorisierter Verkehr, Schwerpunkt in Richtung Muskelbetrieb :-) und die Aufwertung von Fahrradfahrern und Fußgängern. → Ein Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer soll konkurrenzfrei funktionieren, so wie in der neuen Mitte! Dort ist die Umsetzung ein Segen! Geschwindigkeit runter und der Verkehr fließt. Herrlich!

Eine gute Fahrradstraße in Ulm sind die am Justizgebäude entlang, weil diese und der Gehweg daneben sehr breit sind und der Fahrstreifen gut gekennzeichnet ist. So wechseln Fußgänger auch ohne Klingeln auf den Gehweg. Das Gegenteil ist der Fall ab dem Maritim donauabwärts: Dort sind Fußgänger und Radler auf einem Streifen zusammengefasst. Diese Mischung funktioniert gerade dort nicht, weil Fuß- bzw. Spaziergänger sich nicht als Verkehrsteilnehmer verstehen, das "Rechtsfahrgebot" nicht einhalten und sich über die ganze Fahrbahn breit machen. Klar nehme ich Rücksicht, aber manchmal wird es mit Gegenverkehr wirklich eng – auch verursacht durch die Baum-Einbuchtungen, die auf Höhe Falkenburgschule und Bethesta den Teerstreifen stark verschmälern... Gut, dass sich die Wege für Rad und Fußgänger ab dem SSV donauabwärts teilen. Aber: Der Radweg ist viel zu schmal! Dort kämpfen – abgesehen von verpeilten Fußgängern, die den Fahrstreifen als solchen nicht erkennen, weil er zu wenig gekennzeichnet ist – zu viele Diszipline um den Fahrweg: schnellere und langsame Radler, Rennradler, E-Biker, Paare, die nebeneinander fahren, Radler mit Kinderanhänger, Kinder, die Radeln lernen, Inline-Skater, Skateboardfahrer, Roller und Jogger (!).... Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Mich nervt es als Fahrradfahrerin enorm, dass ich mir eine einigermaßen freie Fahrt stets "erklingeln" muss. Hier wäre eine breitere Fahrbahn wirklich notwendig! Ich finde es unglaublich, dass in Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen dieser Fahrstreifen nicht verbreitert wurde! Die Planung in der Au ging über die Bühne, ohne dass damals die Fahrrad-Beauftragte eingebunden wurde! Wie konnte das passieren?
Ich wünsche mir neben dem Ausbau von Fahrradstraßen (denn der Radverkehr wird allein wegen der E-Bikes zunehmen) eine konsequente und durchgehende Fahrradführung, so dass Fahrstreifen für Fahrradfahrer nicht einfach enden. Das geschieht meistens an den engsten Stellen, wo es für den Fahrradfahrer zwischen all den Autos wirklich eng wird: Siehe beispielsweise in der Frauenstraße von Olgaplatz bis zur "Müller"-Ampel: Hoppla, wo ist der Fahrradstreifen geblieben? In weiterem Verlauf bis zur neuen Straße ist trotz der Sanierung der Frauenstraße 2018/19 kein Fahrradstreifen mehr vorhanden. Eine unglaubliche Pleite für die Planer. Sehr rückwärts gewandt.
Wäre es denkbar, die Verkehrswege nicht an den Stadtgrenzen enden zu lassen, sondern mit Neu-Ulm zusammen zu planen? Ich halte auch das für notwendig! Die zwei Städte sind ein Verkehrsraum!

Einzelfahrscheine aber auch z.B das Jahresticket sind in Ulm vergleichsweise sehr teuer. Angebote wie z.B kostenloses innenstadtnahes Parken vernichten dazu jegliche Motivation, mit den Öffis anzureisen bzw Park&ride Parkplätze zu nutzen.
Preislich könnte hier einiges getan werden, auch im Zusammenhang mit Parkraum und Kosten fürs Parken.
Taktung und Erreichbarkeit finde ich für Ulm und seine Stadtgröße vergleichsweise gut - großes Manko wie gesagt der teure Preis.
Fahrradfahren ist leider teilweise in der Stadt echt schrecklich und man merkt, dass alle zunehmend genervt voneinander sind - die Autofahrer von den Radfahrern und andersrum, genauso die Fußgänger von den Radlern und andersrum . Hier bestünde ein enormer Hebel, die Fläche gerechter aufzuteilen - hier kommt es darauf an poltische Entscheidungen zu treffen: möchte ich eine autogerechte Stadt oder möchte ich eine Stadt , die sich nach Bedürfnissen der Menschen richtet, die dort leben - Beispiele hierzu gibt es ja nun wirklich seit Jahren genügende, wenn man mal außerhalb Deutschlands guckt