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Es ist wünschenswert, dass sich die Menschen in unserer Fußgängerzone wohl fühlen und hier gut und gerne spazieren und flanieren gehen.

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Ihnen fehlt ein Thema, oder ein Ziel für die Neugestaltung der Fußgängerzone? Hier ist Platz für weitere Anmerkungen, die Sie uns mitgeben möchten. 

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Ökologie

Grün statt Beton. Auch der ökologische Aspekt soll bei der Planung der zentralen Fußgängerzone eine wichtige Rolle spielen. Bäume sind grundsätzlich gut für das Stadtklima: Sie spenden Schatten und kühlen die Umgebung. Durch Entsiegelung und ein intelligentes Regenwassermanagement soll mehr Wasser vor Ort versickert werden.

Die Ziele im Bereich Ökologie sind:

  • Weitgehender Erhalt der vorhandenen Bäume
  • Neupflanzung von Bäumen
  • Entsiegelung von Flächen
  • Regenwassermanagement
  • Insektenfreundliches Beleuchtungskonzept

Wir fragen: Stimmen die Ziele? Was macht eine grüne Fußgängerzone aus?

 

Kommentare

Zu wenig Blumen im Stadtbereich
Gerade in Bereich der Sedelhöfen sieht man nur Beton, alles verdichtet ohne Grün

Moderationskommentar

Hallo,

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Die Verwaltung prüft vor einem Abbruch und vor einer Entsorgung von Einbauten und Belägen regelmäßig, ob diese noch an einer anderen Stelle im Stadtgebiet zum Einsatz kommen können. Häufig werden auch Elemente z. B. im städtischen Bauhof bis zu ihrem Wiedereinbau zwischengelagert.
Was die Beläge in der zentralen Fußgängerzone anbelangt, so hat sich beim Ausbau des roten Klinkers für die Baufeldfreimachung für den McDonald´s Container seinerzeit gezeigt, dass ein Ausbau ohne Beschädigung der Steine kaum möglich ist. Nicht zerbrochene Steine wurden aber auch hier eingelagert, um sie später wieder einbauen zu können. Im Bereich der Glöcklerstraße ist in Teilen ein anderer Belag, der Granit Rosa Dante, verlegt. Dieser Belag ist z. B. auch auf dem Münsterplatz im Einsatz, so dass in jedem Fall ein Ausbau und eine Einlagerung der Steine erfolgt. Bei Bedarf können damit dann beschädigte Steine auf dem Münsterplatz ausgetauscht werden.

Viele Grüße
Moderation PS

Tolle Sache, vielen Dank für diesen ausführlichen Einblick bzw. Ausblick auf was machbar ist und was nicht. Die Klinker wären eventuell auch mit Beschädigung interessant für Baustoffhändler für Denkmalschutzsanierungen und historische Baumaterialien. Da steckt viel graue Energie drin, wenn es gute Klinker sind, wovon ich ausgehe.

Danke für den Einblick aus der Stadtverwaltung! Sowas liest man selten. Fände es schön, wenn man die roten Backsteine noch an irgendeiner Stelle verbauen könnte, und wenn's nur symbolisch ist - die waren ja schon ein bisschen stilprägend für unsere Innenstadt, ganze Generationen an Ulmern kennen die.

Wenn keine Bäume gepflanzt werden können, dann wenigstens Blumenbeete aus vielen unterschiedlichen Materialien. Insekten finden Nahrung, Menschen erfreuen sich daran. Wasser in der Innenstadt ist auch immer sehr schön und beruhigend, siehe Freiburg oder auch Laupheim. Kinder halten sich im Sommer gerne dort auf und auch Erwachsene genießen dort ihren Kaffee. Wir wissen doch, wie eine Wohlfühlzone aussehen muss, deswegen fahren wir jedes Jahr in den Urlaub.

Auch wenn der Boden einer Fußgängerzone nicht ideal für einen botanischen Garten ist, find ich die Idee verschiedene Gebiete komplett der Begrünung herzugeben sehr interessant. So können kleine Miniparks mit Wasserspiel und Bänken zum Verschnaufen geschaffen werden.

Eine Begrünung der direkten Hauptfußgängerzone durch Kübel, mindestens dem Erhalt der vorhandenen Bäume und Anbringung von vertikalen Gärten an Häuserfassaden interessant. Natürlich wären auch grüne Dächer für die Verbesserung der Luft und einer Reduktion der Wärmeentstehung im Sommer ideal.

Die Fußgängerzone sollte auch bis an ihren Grenzen in den normalen Stadtbereich begrünt und belebt werden. Ich will mich nicht erst über den zugepflasterten Bahnhofsvorplatz, die Schienen und die Hälfte der Sedelhöfe quälen bis ich den ersten Baum sehe.

Eventuell könnte man, um den begrenzten Raum in der Fußgängerzone mit seinen vielen Nutzungsansprüchen nicht zu verkleinern die Begrünung auch in Form von etwa 30cm breiten Spalieren, die sich von den beiden gegenüberliegenden Seiten je über die Straße in gewisser Höhe ziehen. Bewachsen dann mit irgendeiner Rankenpflanze - wie ein Laubengang, aber natürlich nur ganz vereinzelt, sodass z.B. der Blick auf das Ulmer Münster nicht verstellt ist. In Südeuropa wird das auch teilweise angewendet, um für Schatten/Kühlung und Grün zu sorgen, ohne den Menschen im Weg zu sein, wie es ein Blumenkübel täte.

Pflanzenkübel und Fassadenbegrünung sind auf jeden Fall zu begrüßen. Die vorhandene Wasserfläche in der Glöcklerstraße sollte attraktiver gestaltet werden und um weitere Flächen in der Fußgängerzone ergänzt werden. Der Bus- und Pkw-Verkehr in der Neuen Straße heizt im Sommer den Innenstadtbereich immer sehr stark auf - da benötigt man Ausgleichsmaßnahmen. Außerdem sollte der Lärm etwas reduziert werden (wie in der Neuen Mitte), indem Tempo 30 eingeführt wird.

Moderationskommentar

Liebe Teilnehmende,

Vielen Dank für Ihre wertvollen Beiträge! Beantworten Sie bei weiteren Kommentaren gerne auch die Leitfrage "Stimmen die Ziele?" Bringen Sie Änderungen, Konkretisierungen und auch weiter Umsetzungsideen ein.

Viele Grüße
Moderation PS

Ich wäre vorsichtig sich hier zu überfordern mit sich entgegenstehenden Zielen, welche im einzelnen zwar wünschenswert sind, aber doch von untergeordneter Bedeutung sind.
So stellt sich mir die Frage, ob die Fußgängerzone der richtige Ort ist (quasi ja der urbane Kern), um zu entsiegeln und eine Gründlandschaft zu schaffen.
Man sollte eher sich fragen, was steht denn hinter diesen Forderungen zu mehr grün beispielsweise? Die Wohlfühlqualität der Menschen steigt unter vier Bedingungen: Keine zu weiten offenen Stadträume (hier jetzt weniger Problem, da kein Platz im Gebiet liegt, entsprechend hier wahrscheinlich mehr Übersicht gefragt), Beschattung, Temperatur, Helligkeit. Diese Ziele müssen erreicht werden, ob mit Versiegelung oder neuen Bäumen oder ohne.
Denn es gibt natürlich auch deutliche Widersprüche: Pflanze ich größere Bäume, fällt die Beschattung womöglich zu stark aus, die Fußgängerzone wirkt dunkel. Durch Pflanztröge erreicht man schnell das Bild von Unübersichtlichkeit und lenkt womöglich Verkehrsströme falsch, weil sie eben in einem Verkehrssystem stehen. Oder stelle ich mehr entsiegelte Flächen her, sind diese eventuell nur noch bedingt als Verkehrswege nutzbar, das kann sogar nur rein psychologisch sein, dass sich dann alle auf dem etwas glatteren Untergrund drängen, obwohl andere Bereiche genauso frei begehbar wären.

Natürlich haben Sie recht, dass mit zu viel Verschattung die Fußgängerzone zu dunkel wird und ggf. das ganze unübersichtlich wird. Allerdings muss meiner Ansicht nach Grün hinzugefügt und Klimaanpassung betrieben werden, da nur dadurch Aufenthaltsqualität geschafft werden kann... Der Schatten einen Gebäudes (welcher mich kühlt) bringt nicht annähernd so viel Erholung wie der Schatten eines Baums.

Es muss ein verspieltes und mutiges Konzept entstehen, welches die Fußgängerzone erlebbar macht und Aufenthaltsqualität schafft, ohne diese unübersichtlich zu machen. Allerdings sind 15 - 20 Meter genügend Fläche für solch ein Konzept (glaube ich)
z.B. ein 3 Meter breiter Grünstreifen (Stauden, Bäume o.ä.), welcher sich geschwungen (und abschnittsweise) durch die Fußgängerzone zieht, Sitzgelegenheiten schafft, kühlt und zum Regenwassermanagement beiträgt.

Die Fußgängerzone sollte ihren urbanen Charakter durch zu viele ökologische Maßnahmen nicht verlieren. Ich denke, es wäre eine Begrünung der Dächer und einzelner Fassaden sinnvoll. Zudem können auch einzelne Pflanzbeete einen guten Beitrag leisten. Ansonsten sollte der Fokus von ökologischen Maßnahmen eher auf andere Stadtgebiete gelegt werden.

Es gab ja immer wieder die Aussage, dass das Pflanzen von Bäumen aufgrund der Kanäle schwierig ist. Da auch Pflanztöpfe kritisch gesehen wird, sollte das Thema vertikale Bepflanzung in die Überlegungen einfließen. Auch wenn die meisten Gebäude in der Innenstadt nicht der Stadt gehören kann man sicherlich Erfolge in Gesprächen mit den Inhabern erzielen und wenn das nicht möglich ist, die Nutzung bei Bünken oder ähnliches denkbar.

Für die Innenstadt wünsche ich mir, dass sämtliche Möglichkeiten der Begrünung ausgeschöpft werden.
Bodengebunden, in Pflanzgefäßen, an den Gebäuden (vertikal), auf den Dächern und an Plätzen, die sich sehr stark aufheizen, vielleicht auch eine Bepflanzung an einer "überdimensionierten Pergola".
Bei der Auswahl der Pflanzen sollte bitte auf Vielfalt geachtet werden. Lieber "Mini-Biotope" schaffen - mit Pflanzen, die sich gegenseitig begünstigen und vielen Insekten und Vögeln Raum geben, anstatt "Einzelkämpfer" aufzustellen, die nur von Asphalt umgeben der Hitze nicht standhalten können.
Die HighLine in New York ist ein schönes Beispiel für innerstädtische Bepflanzung ähnlich unserem Klima.

Um eine Betonwüste wie die Sedelhöfe zu vermeiden, wäre eine Möglichkeit die Begrünung von Fassaden wo immer möglich. Auch der Erhalt von Bäumen sollte im Vordergrund stehen und durch neue Parkanlagen und Grünflächen/Bäume erweitert werden. Besonders im Verlauf der Blau besteht noch Potential zur ökologischen Aufwertung.

Neuer Belag in der Füssgängerzone.Viel Grün d.h. Neue Bäume,Pflanztöpfe mit Blumen,Sitzecken die zum Verweilen einladen,Wasser etc

Es sollte auf mehr Grünflächen wert gelegt werden. Blumeninseln, blumenwiesen z.b am Straßenrand, Kreiselverkehr etc.
Eine Art Stadtstrand am Donauufer schaffen. Das tolle Ambiente nutzten. Dort sollte viel mehr gemacht werden.
Sitzflächen schaffen wo man die füsse in die Donau halten kann.
Eine Art Kiosk oder ähnliche dort platzieren.
Siebe München!!!
Von dieser Stadt kann man sich bezüglich dieser Faktoren unglaublich viel abgucken!

Die Mülleimer rund um den Stadtkern sind zu wenig!!!!! Und teilweise zu klein.
Leider immer noch viel Abfall drum herum.
Besonders um die Stadtmauer.
Was sehr schade ist.

Ulm ist eine schöne und idyllische Stadt. Hat aber noch deutlich mehr Potenzial.
Was kleine Oasen um den Stadtkern betrifft.

Es ist widersinnig dem Klimawandel begegnen zu wollen durch mehr Wasserverbrauch, sei es durch künstliche Bachläufe, größere Wasserflächen, wandgebundene Fassadenpflanzungen oder auch Pflanzen, die in Töpfen stehen. Man sollte sich eher Richtung Südeuropa orientieren bis in den arabischen Raum. Dort wird traditionell mit guter natürlicher Belüftung gearbeitet, Primat von Verschattung, durch Gebäude [mitunter hoch und eng stehend, Säulengänge] und Sonnenschutzelementen bzw., wenn dann Pflanzen, die im Boden sitzen. Dazu möglichst helle Oberflächen.

Vielleicht wird es etwas kühler und dem UHI wird vielleicht etwas entgegengesetzt, aber andere klimabedingte Probleme werden dadurch nicht gelöst und Aufenthaltsqualität wird auch nicht gesteigert.
Ob ein Bachlauf notwendig ist, da stimme ich Ihnen zu, es gibt andere Möglichkeiten die Passage aufzuwerten.

Ich finde die Orientierung an den südeuropäischen Raum und die Mittelmeerregion richtig. Kann man sicher auch spannend mit unseren architektonischen Traditionen lösen. Gerade zum Stichwort Sonnenschutz kann ich mir prima vorstellen, im Hochsommer abschnittsweise große Segel von Gebäude zu Gebäude zu spannen. Könnte eine spannende Beleuchtungsatmosphäre mit weichem Licht schaffen.

Bei der Stadtbegrünung fände ich es wichtig, nicht nur nach oben zu schauen und Bäume zu pflanzen, sondern auch Bodennahe Bepflanzung zuzulassen. Also kleine Hecken/Sträucher oder Blumeninseln (je bunter gemischt, desto besser!). Eine solche Entsiegelung kann beim Regenwasserablauf helfen, freut aber auch Insekten und Hunde. Außerdem bricht es auch optisch das Grau in Grau der Fassaden und Böden auf.

Ein mir bisher unerklärliches Konzept sind diese Blumen-Betonkübel in der Ulmer Innenstadt. Warum muss jedes kleine Fleckchen Grün extra von 100kg Beton umgeben sein? Mehr Grün in der Innenstadt ist auf jeden Fall absolut sinnvoll und notwendig - aber bitte direkt im Boden und nicht mit diesen Monstrositäten am Bein bzw. an der Wurzel.
Ebenso wäre es der Optik sicher zuträglich, wenn Bäume nicht nur einzelne aus der Stein/Betonwüste ragende Stelen darstellen würden, sondern auch der Boden um sie herum begrünt wäre.

Ein abschnittsweise angelegter Grünstreifen (Bioswale), welcher zum Regenwassermanagement beiträgt und von einer Sitzmöglichkeit umzogen wird. In der Mitte befinden sich Bäume (welche Schatten schaffen und zum Wohlbefinden der Menschen beitragen) und Pflanzen (wie Stauden und Kräuter), welche wertvoll für Tiere sind und ästhetischen Mehrwert bieten..
Den Grünstreifen etwas verspielt (wellig und fließend) anlegen aus ästhetischem Grund.
--> Vorzeige Objekt und Pilot Projekt

Bei solchen Abschnitten müsste man sich immer auch die Frage stellen, wie schnell die missbraucht würden und zur Müllhalde verkämen. Eine Großstadt muss immer auch an Vandalismusvorbeugung denken.

Bei steigenden Temperaturen (Städte heizen sich stärker als andere Flächen auf) sollte (zumindest anfänglich) über Sonnenschutz nachgedacht werden, damit die Begrünung in der Stadt "Fuß fassen kann".

Bei Modellstädten (z.B. Dubai) wurde auf diesen Punkt stark eingegangen.
Forscher:innen an der Uni Ulm (Arbeitsgruppe Wirtschaftschemie) sind hier aber auch an einem Projekt in Augsburg ("Augsburg bleibt cool" beteiligt.
Möglicherweise kann man von den dort gewonnenen Erkenntnissen profitieren.

Bitte auch die Belüftungsschneisen für Frischluft in der Fußgängerzone berücksichtigen.

Ich finde alle genannten Punkte wichitg, vor allem das Regenwassermanagement. Hinzufügen möchte ich, das bei der Bepflanzung auf wassersparende Pflanzen und Techniken (zB direkt in den Boden, nicht in überhitzte Kübel) gesetzt werden sollte.

Neben der bereits in vielen Kommentaren genannten "grünen Aufwertung" des Innenstadtbereiches mit Fassadenbegrünung, Baumpflanzung usw. (hier wurden schon sehr viele Beispiele genannt). erscheint mir hier - gerade im Hinblick auf die mit dem Klimawandel einhergehende starke Erhitzung der Luft und die Starkregenereignisse - eine Berücksichtigung von möglichst naturnah gestalteten Anlagen zur Oberflächenentwässerung unerlässlich. . Das bedeutet, die Möglichkeiten der Verdunstung, Versickerung, Rückhaltung und Reinigung des Niederschlagswassers auszuschöpfen. Es bieten sich als einfache Variante offene Ableitungsrinnen, vorzugsweise jedoch naturnah gestaltete Rückhalte-, Reinigungs- und Versickerungsbereiche an (z.B. bepflanzte sog. linienförmige "bioswales" oder flächige "Regengärten"). Aus diesen kann das Wasser in die Umgebung verdunsten und gerade auch an sehr heißen Tagen die Aufenthaltsqualität für Stadtbesucher und Anwohner deutlich verbessern. Auch der ästhetische Aspekt solcher "Wohlfühlräume" spielt eine wichtige Rolle.
Vielleicht könnte das in den Versickerungsbereichen gereinigte Niederschlagswasser sogar in die Blau eingeleitet werden und auf diese Weise zu einer Entlastung der öffentlichen Kanalisation beitragen.
Wo im Innenstadtbereich möglich, wäre natürlich auch eine Reaktivierung/Offenlegung der Blau erstrebenswert (Konzept "Die grüne Blau")
"Blaue" und "grüne Infrastruktur" bedingen sich gegenseitig und sollten meiner Meinung nach in der Stadt gleichsam Berücksichtigung finden, um den drohenden, jetzt schon deutlich spürbaren Folgen des Klimawandels wirkungsvoll zu begegnen.

Ich danke Ihnen für die Möglichkeit, meine Meinung in den öffentlichen Diskurs einzubringen.
Herzliche Grüße und viel Erfolg!