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Nutzung

Eine stadtverträgliche Nutzungsmischung bildet einen wesentlichen Attraktivitätsfaktor für urbane und lebendige Zentren. Sie ist Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unserer Innenstadt.

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Stadtraum/ Stadtgestalt

Die Fußgängerzone ist ein multifunktionaler Freiraum im Stadtgebiet, welcher der gesamten Bevölkerung zugänglich ist und auch für sie erlebbar sein soll. Ihm kommt eine hohe Bedeutung für die Ulmer*innen, aber auch für Besucher*innen zu. Dieses Herzstück braucht eine Unverwechselbarkeit. Es muss eine Identifikation der Menschen mit ihrem öffentlichen Raum stattfinden, der Raum muss mehr sein als Verkehrsraum.

Die Ziele im Bereich Stadtraum/ Stadtgestalt sind:

  • Herstellung einer gestalterischen und räumlichen Durchgängigkeit/ Einheit, die Identität stiftet und eine angenehme Atmosphäre schafft
  • Stärkung der Bezüge zum umliegenden Stadtraum durch Herausarbeitung von Übergängen und Schnittstellen
  • Gestalterische Aufwertung des Eingangsbereichs zur Fußgängerzone an der Glöcklerstraße
  • Durchgängiges Beleuchtungs- und Möblierungskonzept

Wir fragen: Stimmen die Ziele? Was kann die Fußgängerzone für Sie unverwechselbar machen?

Kommentare

Eine dezente Weihnachtsbeleuchtung ist wichtig für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Dezember in der Fußgängerzone.

Das find ich eine wunderschöne Idee. Ich finde auch, dass hier gerade die Nebenstraßen stärker mit einbezogen werden sollen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hinsichtlich der Fußgängerzone - insbesondere für die Bahnhofstraße / Hirschstraße - würden wir gern folgendes vorschlagen.
Unterteilung in 4 Bereiche/Zonen (im Geländeschnitt gedacht):
Zone 1:
Bereich vor der Fassade / Bewegungszone Fußgänger (Breite bis 3m).
Belag aus beschichteten Natursteinplatten - als Reihenverband, große und kleinere Platten im Wechsel inkl. Leitstreifen für Sehbehinderte,

Zone 2:
Aufenthaltszone Fußgänger (Breite 2m):
Belag aus Natursteinpflaster (aufgeraute Struktur),
In dieser beruhigten Zone könnten dann im Wechsel bzw. in loser Abfolge folgende Stadtmöblierungselemente eingesetzt werden:
1) Bäume ausgepflastert / Baumscheibe (mittelhohe Bäume stadtraumgeeignet bzw. Wetterstress geeignet), beleuchtet mit Bodeneinbaustrahlern,
2) dicht bepflanzte mittelhohe Pflanzenkübel / Höhe 50-100cm (rechteckig anthrazit = Farbe analog der derzeitigen Stadtraummöblierung / siehe Haltstellen) mit saisonaler Bepflanzung,
3) lineare und rechtwinklig zueinander ausgerichtete Sitzbetonbänke mit Holzauflager (Bodeneinbaustrahler unter den Bänken). In diese Möblierung könnten auch die Lichtstelen (anthrazit / 3m hoch) integriert werden und auch die nächtliche Beleuchtung sicherstellen.
4) für Kinder: kleinere Wasserfontänen mit Lichtpunkten,
5) rechteckige Haltebügel für Fahrräder,

Zone 3:
Radstreifen / 2m Breite (mit Tempolimit) - in einem farbigen bzw. auffälligen Gussasphalt,

Zone 4:
analog Zone 1
Bereich vor der Fassade / Bewegungszone Fußgänger (Breite 3m).

Wir danken Ihnen für Ihr intensives Bestreben der Fußgängerzone „neues Leben“ einzuhauchen.
Auch hinsichtlich eines möglichweise zukünftigen Leerstandes von Gewerbeimmobilien im Bereich der Fußgängerzonen sollten neue Konzepte angedacht werden. Gegebenenfalls könnten kulturelle Treffpunkte, Lesecafés und/oder Kindertagesstätten untergebracht werden.

Ganz herzliche Grüße in die Runde!
Familie Wilke aus Söflingen

.... Finde ich gefährlich.
Schließlich ist es eine FUßGÄNGERZONE.
Radfahrer halten sich nicht an Geschwindigkeitsbeachränkungen.
Man kann dann auch davon ausgehen, dass diese Fläche genauso von den Scooterfahrern genutzt wird.
Die Radfahrer haben doch die die Busspur in der Zinglerstraße.
Wenn sie in die Fußgängerzone wollen, sollen sie ihr Fahrzeug stehen lassen, wie alle anderen auch.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Familie Wilke,
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung Ihrer Vorstellungen! Da diese Beschreibungen ohnehin aktuell die meisten Punkte der anderen Mitforisten und meine eigenen Vorstellungen gut abdeckt, möchte ich hier noch einige Punkte anbringen:

Zum generellen Zonenkonzept: bitte ich Sie, sich nicht starr an die Abmaßungen zu halten sondern die Einrandungen organisch zum Beispiel im Wellenform(?) zu gestalten. Zusätzlich sollten Übergänge von Zone 1 in Zone 4 ermöglicht werden, um von einer Straßenseite einfach auf die andere Seite zu gelangen. Die Außengastronomie sollte ebenfalls mit Freiflächen berücksichtigt werden.

Bei der Bepflasterung muss ich Familie Wilke widersprechen. Eine großsteinige Bepflasterung in Zone 1 und 4 ist für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen besser geeignet (auch wenn Kopfsteinpflaster eine gewisse Urigkeit ausstrahlt, für gehbehinderte Menschen stellt sie allerdings eine Erschwernis dar...)

Zur Zone 2:
Ich bin eher für die Nachhaltigkeit Stauden und Hecken/Bäume anstatt saisonale Bepflanzung (sehr schön wurden beispielsweise der Stadtgarten, das Irrgängle oder das Beet an der Kreuzung Wengengasse/Olgastraße gestaltet). Am besten wäre auch noch darauf zu achten, dass die Bepflanzung Insekten- und Vögelfreundlich (Ausnahme: Tauben) ist und auf lange Frist nicht so hoch wächst, so dass das Münster von der Hirschstraße aus noch sichtbar ist (und auch die Geschäfte auf der anderen Straßenseite erkennbar sind). Die bestehenden Platanen sollten dabei allerdings integriert werden, da sich diese meines Erachtens nach schon gut angepasst haben und auch bereits jetzt wunderbare Schattenspender darstellen).

Die von Familie Wilke vorgeschlagenen Wasserspiele für Kinder finde ich sehr gut. Ich persönlich könnte mir auch entweder in der Hirsch- oder in der Bahnhofstraße eine kleine "Nachbildung" des Donauverlaufs vorstellen - mit flachen Brücken, um wiederum auf die andere Straßenseite zu gelangen (s.o.).

Bitte planen Sie zusätzlich Trinkwasser-Entnahmestellen mit ein (evtl auch mit kleinem Becken auf dem Boden für Vögel und Hunde). Diese müssen auch nicht sonderlich designet sein. Einfache Wasserhähne können da schon genügen.

Auch wenn die Stadt Ulm bisher den Kurs fährt, möglichst wenig öffentliche Mülleimer aufzustellen, um die Bürger*innen zu erziehen und möglichst kein Hausmüll dazuzustellen, so muss man doch feststellen, dass dieses Konzept gescheitert ist. Auch mit einer gesetzlich verordneten Pflicht zur Reduktion von Einwegplastik, wird meines Erachtens nach noch mehr als genug Glas- und weiterer Müll anfallen. Bitte stellen sie deshalb mindestens an jeder 2./3. Bank einen Mülleimer auf.
Leider entsorgen auch viele Mitbürger gerne ihre Zigarettenkippen direkt an der Stelle, an der die Zigaretten geraucht wurden - d.h. an den Sitzbänken. Eine kleine Dose für die Zigarettenstummel an jeder Bank könnte (hoffentlich) Abhilfe schaffen.

Zone 3: Ich kann mich nur meinem Vorkommentator anschließen: bitte keine Fahrräder in der Fußgängerzone sondern einfache und verständliche, weiß-grüne Ausschilderung zu den bestehenden Fahrradwegen.

Viele Grüße
C.Vogelsang

Mit der Nachbildung des Donauverlaufs habe ich mit auch schon überlegt. Allerding muss diese nicht zwangsläufig aus Wasser bestehen. Dieser kann meines Erachtens als ökologisch wertvoller Grünstreifen nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessern (und dadurch die Vegetation direkt integrieren), sondern auch zum Regenwassermanagement beitragen.

Drei Zonen wären meiner Ansicht nach genug (2 x Fußgänger, 1 x breitere Aufenthaltszone mit genug Abstand für Rettungsweg)

P.s. außerdem würde mich die Nutzung von nachhaltigeren Materialien für die Bänke und Abgrenzungen freuen (als Beton), da mir einer nachhaltigen Stadtkernentwicklung auch dies ein Thema sein sollte und dadurch als Vorzeige Objekt fungieren kann.
Ulm hat die Möglichkeit mit diesem Projekt einer der ersten Städte zu sein, welche eine klimaangepasste und nachhaltige Einkaufspassage durchführen.

Ich könnte mir vorstellen um das Profil von Ulm hier weiter zu schärfen, den in den letzten Jahren im Innenstadtbereich stark präsente Neubaustil von hohen, eher schmalen Giebelhäuser auch in diesem Bereich der Fußgängerzone zu forcieren. Es gibt heute meines Wissens nach keine andere Stadt in Deutschland, die eine solche Fülle an Stadthäusern diesen Stils in den letzten Jahrzehnten dazugewonnen hat und so im Gegensatz zu anderen Städten durch die Neubauten nicht an Gesicht und Charakter verloren hat, sondern eher gewonnen hat. Dieser Stil als mögliches Zitat zum bedeutenden mittelalterlichen Baubestand Ulms hilft der Kommunikation an diejenigen, welche die Stadt erfahren. Auch muss man unter Ausblendung von individuellem Geschmack klar sagen, dass die Aufenthaltsqualität höher ist bei solchen klassischeren Bauten als die heute vorzufindenden 0815 Glaskästen bzw. Bauten in nicht greifbarer gigantischen räumlichen Dimensionen, wie beispielsweise der riesige Karstadt Kaufhof. Das hat auch nichts mit Disneyland oder einer nicht zeitgemäßen Ladenstruktur zu tun, wenn man Kleinteiligkeit fordert, beides lässt sich vermeiden und Lösungen finden, wie z.B. es bereits mehrfach praktiziert wird, dass nur die Fassaden aufgesplittet werden mit mehreren Giebeln, das Gebäude dahinter seine Ausmaße behält.

Ein sehr wichtiger Punkt den Sie hier ansprechen! Die Spitzdächer zeichnen das Ulmer Stadtbild aus, wie kaum etwas anderes.

Ich kann dem Vorschlag viel abgewinnen, in der Innenstadt - und nur in der Innenstadt - schmale Spitzgiebelhäuser zu fördern und zu fordern. Aber die Qualität muss dabei schon stimmen. Wir haben in den letzten Jahren auch einige arg mittelmäßige Neubauten mit Spitzgiebel gesehen.

Hallo zusammen,

ich würde mir eine stärkere Einbindung der Blau in das Stadtbild/Fußgängerzonenbild wünschen. Weitere Sitzmöglichkeiten, um dort zu verweilen und die Ruhe mitten in der Stadt zu genießen, So kann ein gutes Gegengewicht zur stark gepflasterten Fußgängerzone geschaffen werden.

Ich find die Arbeit mit verschiedenen Bodenbelägen zum Schaffen von verschiedenen Bereichen in der Fußgängerzone sehr interessant. Von Ruheoase, zu Spielplätzen, Shoppingpassagen und Sightseeingbereichen. Natürlich sollte hier auf Barrierefreiheit geachtet werden.

Um eine Begrünung der unmittelbaren Fußgängerzone zu schaffen, fänd ich vertikale Gärten traumhaft.

Vertikale Gärten sind leider sehr pflegeintensiv und oft genug scheitern die Vorhaben auch - es gibt eben nur wenige Pflanzen, die mit einer vertikalen Bepflanzung klarkommen.

Andere Idee: Die Innenstadt ist ja auch von einem gewissen Gefälle geprägt, durchaus mehr als viele andere Innenstädte in vergleichbaren Städten. Wieso nicht auch mal an eine Bepflanzung in einem oberen Geschoss oder öffentlich zugängliche Dachgärten denken? Ein kleiner Wald auf dem Kaufhof...

Hallo Zusammen,

eine umfangreichere Begrünung ist für mich ein großer Wunsch. Insbesondere im Bereich der Sedelhöfe. Bei aller gewünschter Urbanität fehlt hier das Grün. Ein paar Bäume (evtl. in Pflanztrögen vergleichbar mit denen in der Hirschstraße auf Grund der darunterliegenden Tiefgarage) täten dem sicherlich keinen Abbruch und würde sowohl das Wohlbefinden steigern als auch das Mikroklima verbessern. Außerdem könnte am wichtigsten Ankommensort in Ulm ein Statement für mehr Grün im Stadtbild gesetzt werden. Auch im Hinblick auf die kommende LGA 2030. Ebenfalls würden im weiteren Verlauf der Bahnhofs-/Hirschstraße zusätzliche grüne Oasen der Aufenthaltsqualität gut tun.

Auf jeden Fall stimmt das mit den Sedelhöfen. Ich habe mich bereits mit einigen Freunden und Bekannten unterhalten und jeder ist eher enttäuscht über den grauen, tristen Platz. Eine Aufwertung durch Grün würde nicht nur die Aufenthaltsqualität an diesem Platz verbessern, es würde auch den ersten Eindruck von Ulm stark verbessern.

Ich plädiere für ein Leitsystem, eine Art digitale Navigation, in der Fußgängerzone, kombiniert mit Beleuchtung, die für Flair und Sicherheit sorgt. Die wichtige Fahrradquerung Wengengasse/Glöcklerstraße muss beibehalten, aber farblich oder vom Material her kenntlich abgesetzt werden. Die Lautengasse ist zu schmal und unsicher für eine gemeinsame Nutzung von Radfahrern und Fußgängern - zudem gibt es einen Engpaß bei der Außengastro beim Café Fiona. Eine farblich kenntliche Trennung oder bessere Hinweise sind auf jeden Fall notwendig. Die Hirschbadgasse und anderen tristen Seitengassen der Hirschstraße in Richtung Blau könnten mit abgehängten Transparenten, Fassadenbegrünung, Pflanzkübeln, Radabstellplätzen, etc. einladender gestaltet werden. Die derzeitige Fußgängerzone ist gesichts- und geschichtslos -nichts deutet auf den lokalen und historischen Ulm-Bezug mehr hin - mit gestalterischen Schaufensterdekos, 3-dimensionalen Elementen, Selfie-Points etc. könnte das aufgewertet werden.

Die derzeitige Fußgängerzone ist nicht geschichtslos. So ist das Whörlgebäude (ursprünglich Kaufhaus Müller, dann Hertie) von 1911 ein tolles Beispiel für Kaufhausbauten im Jugendstil, auch die anderen Kaufhäser gehen in Ihren Grundlagen auf diese Zeit zurück und dokumentieren den Wiederaufbau. bzw. die späteren Umbauten, wie das Kaufhaus Schleehauf (heute Diagonale).. Am Platz der Fa. Müller wurde schon 1888 das Kaufhaus Laumeyer gebaut. Ein Beispiel für kleinere Haufhäuser war das Kaufhaus Maurer in der Herdbrucker Strasse. Da gab es so etwas noch lange nicht in allen Städten. Die Hortenfassade von Galeria Kaufhof ist ebenfalls ein Dokument der Nachkriegszeit.
Ulm hat eine im Vergleich zu ähnlichen Städten lange Kaufhausgeschichte. Dazu gehört auch und gerade die Nachkriegszeit. Die Geschichte von Bahnhofs- und Hirschstrasse ist halt nicht so mittelalterlich.

Halte ich für wertvoll auch auf wertvolle Bestände hinzuweisen und so ggf. aus dem heutigen Eindruck etwas herauszulösen und hervorzuheben. Jedoch würde ich der ursprünglichen Wortmeldung zustimmen, diese vermeintliche ,,Kaufhauskultur" mit Verbindung zum Nachkriegsbau ist derart gesichtslos, weil man sie überall antreffen kann in Deutschland. Allein wie oft ich schon die Fassadensteine des Galeria gesehen habe. Da sticht eigentlich nur der Wöhrl heraus. Die Aussage ist natürlich vollkommen falsch, dass es dort keine typisch spätmittelalterliche/neuzeitliche Bebauung gab, jedoch würde ich allgemein hinterfragen, ob man bei dem Wunsch nach einem einheitlichen Konzept der Altstadtgebäude sich nur auf die Vergangenheit berufen muss. Es ist einfach auch eine Bauform die mehr einzigartig ist zu anderen Städten und einen qualitätsvollen Stadtraum herstellt. Im Gegensatz zu den riesigen gesichtslosen Konsumtempeln.

Ich finde vor allem den Vorschlag mit der farblichen Heraushebung der Kreuzung Glöcklerstraße/Hirschstraße/Bahnhofstraße/Wengengasse gut. Das ist schon eine richtig neuralgische Stelle in der Fußgängerzone.

In der Hirschstraße wären mehr Sitzbänke von Vorteil. Um vom Einkaufen zu verschnaufen oder zum Warten, wenn Mann lieber vor der Tür wartet.
Vielleicht als kleine Ruhezone mit Pflanzen und Bänken

Ein Leitsystem für Touristen mit Informationen zur Stadt/sehenswürdigkeiten und einer Überleitung und Wegführung in die anderen Lagen der Stadt schon vom Bahnhof/Glöcklerstraße aus.
Mehr Mischnutzung in der Fußgängerzone und damit auch mehr Gastronomie, die Außenbestuhlung schafft Leben und Abwechslung. Dazu aber auch mehr Sitzmöglichkeiten ohne Verzehrzwang. Diese aber im Hinblick auf die Coronasituation eher mehr kleine Sitzeinheiten und Bänke für weniger Menschen. Keine dichten Sitzmöglichkeiten.
Geschäfte mit Produkten aus der Region (Gardena, Seeberberger...). Concept Stores, Start Ups....

Für mich darf die Innenstadt gerne auch experimentell und spielerisch sein. Die Gestaltung der "Superblocks" in Barcelona ist ein schönes Beispiel dafür, wie Geschäftsleben, Anwohner und Besucher gut zusammen geht und die Aufenthaltsqualität für alle gesteigert wird.

Ein schöne Beispiel, vielen Dank für die Anregung!
Etwas spielerisches (bunt und Natur) würde mir auch sehr gut gefallen.

Mir würde es gefallen, wenn:
-ideenreiche, clevere und vor allem kostengünstige Lösungen im Vordergrund stehen
(Architekt, etc bekommen keine prozentualen Anteile der Bausumme, sondern eine feste Summe, damit nicht versucht wird
teure Möbel etc anzuschaffen und alles wieder neu gemacht werden muß)
-in der Straßenmitte Sitzbänke, Pflanztröge, viele Papierkörbe aus gebrauchtem, recycelten Holzbrettern stehen
(Bsp. Strand- und Gastromöbel in den Niederlanden)
-wechselnde Kunstinstallationen (Bsp. bunte, hängende Regenschirme - Bamberg, bunte Fahnen - Geislingen, hängende
Textilobjekte - Nasfeter) stattfinden

Grüne Umgestaltung kann einen wesentlichen Mehrwert zur zum Stadtraum liefern und sollte nicht getrennt unter Ökologie gesehen werden, sondern zusammen gedacht werden.
In Zukunft wird das immer wichtiger werden, wenn es um Aufenthaltsqualität geht und die Menschen gerne in der Fuzo sein sollen

Es sollte bunter werden, mehr Farbe durch z. b. Blumen und die Fussgängerzone sollte nicht nur zum Einkaufen einladen, sondern auch zum verweilen um z. B. einen Kaffee zu trinken usw. Es sollten mehr Kaffee und Restaurants in der Fussgängerzone geben mit Aussenbereiche. Ich sehe sie im Moment nur grau und hektisch wo die Leute sich nur zum Einkaufen durchdrängen und dann kommt man an einen grauen leeren lieblosen Münsterplatz der alles andere alls einladend ist, dort sollten ebenfalls Farbe,, Aussenbereiche von Kaffees und Restaurants ihren Platz haben.

Wünschen würde ich mir, das dort mehr Bäume bepflanzt würden. Möglichkeiten sind genügend da.
Alles so leblos und viel Gestank durch Abgase. kaum Sitzmöglichkeiten vorhanden. Der Marktplatz ist echt eine Schande für Ulm.
Nichts schönes, nur ein leerer Platz. Bäume und ein kleiner Park wäre hier mega.....
Cafes, Restaurant sollten hier bestuhlen dürfen. usw,....
Ulm ist allgemein nur grau.....mit viel Abgasen usw,.......Bäume fällt man, warum???? Das wäre , wie wenn man uns die Luft abschnürt und jeder schaut zu, zu Gunsten des Profits.

Wir wünschen uns ein mutiges und individuelles Konzept und nicht einfallslose, gesichtslose Bauten wie z.B. die Sedelhöfe oder das neue SWU-Gebäude. Ulm sollte seine Mut wie z.B. bei der Stadtbibliothek weiterhin zeigen, um nicht im monotonen Städteeinerlei mit lieblosem "Pseudo-Bauhaus" untergehen, welches man jetzt schon kaum mehr ertragen kann.
Ein abwechslungsreiches Konzept wäre hier sicherlich liebens- & lebenswerter, als ein durchgehend vereinheitliches Konzept...so kann jeder seine Lieblingsecke finden....gutes Beispiel ist Oslo.

Auch wäre eine ausgeprägtes Begrünungskonzept sinnvoll. Nicht nur wegen der angenehmeren Atmosphäre, sondern auch besonders zu klimaneutralen Kühlung der immer wärmer werdenden Betonwüsten. Hier sollten KEINE pflegeintensiven und damit energieintensiven 0815 Blumenkübel aufgestellt werden, sondern vielseitige, pflegearme Grünflächen...auch z.b. bemooste Wände oder Ähnliches (eben zukunftsorientierte Konzepte).

Kunstwerke oder künstlerische Elemente sind natürlich sehr zu begrüßen.
Bitte visionäre und mutige Entscheidungen treffen, mit neuen Konzepten, die Vorbild für andere Städte sein können und Ulm als Innovationsregion gerecht werden

Ich kann der ersten These so nicht folgen. Die Sedelhöfe sind monoton und öde, weil sie im Gegensatz zur Stadtbibliothek oder -vom Straßengrundriss zumindest- der Neuen Mitte sich nicht der Stadt anpassen. Die Sedelhöfe haben diesen - wenn auch hochwertigen - paneuropäischen Stil, verwechselbar mit zahllosen anderen Städten. Dagegen hat sich die Stadtbibliothek zumindest in meinen Augen an dem standort- und geschichtsbewussten Stil der überkragenden Giebelfachwerkhäuser orientiert. Zahllose moderne Beispiele solcher steilen Giebelhäuser sind zuletzt in der Ulmer Innenstadt entstanden und haben gerade durch diesen roten Faden enorm zur städtebaulichen Qualität, Einzigartigkeit (schon allein durch die Menge dieser Bauten) und der Markenfokussierung Ulms beigetragen.
,,Abwechslungreiche" Bauten haben Wir genug in der Hirschstraße und Bahnhofstraße, und gerade trotzdem führt das nicht zu einem besonderen Erleben der Gebäude dort. Im Gegenteil sieht so genau jede im Krieg oder in den Jahrzehnten danach aufgelöste Stadtlandschaft in Deutschland aus. Die Probleme der Aufenthaltsqualität der Fußgängerzone sind auch darin begründet.

Kann ich voll und ganz bestätigen. Auch der Neubau neben dem Ehinger Tor finde ich architektonisch sehr fragwürdig und einfach nicht schön...

Weniger große langweilige Kaufhäuser, wie in jeder Stadt. Stattdessen kleine unverwechselbare Geschäfte und Cafés aus der Region.

Naja, aber wie soll man das als Stadt denn machen? Die Gebäude gehören Privatiers oder Fonds, und die setzen die Mietforderungen so lange hoch, bis nur noch Ketten sich das leisten können. Wenn die Stadt da einen Zuschuss zahlt, schmeißt sie auch nur irgendwelchen Immobilienhaien das Geld hinterher.

Wobei ich nichts dagegen hätte, wenn die Stadt selber einige Gebäude direkt in der Fußgängerzone aufkauft und diverseste Nutzungen unterbringt.

Es würde mich sehr freuen, wenn die Gastronomiebetriebe das Design ihrer Außenbestuhlung in Zukunft selbst festlegen und an die Gestaltung der restlichen Einrichtung anpassen könnten.
Der aktuelle (schon zur damaligen Einführung nicht schöne) Alu-Plastik-"Einheitsbrei" nimmt der Fußgängerzone und dem Münsterplatz sehr viel Lebendigkeit.
Vielfalt ist Trumpf!

Außerhalb der Markt- und Veranstaltungszeiten ist z.B. der Münsterplatz öde und leer. Schön wären hier und in der Fußgängerzone bei Bedarf verschiebbare Kunstinstallationen oder kleine, mobile Gastronomie-Angebote wie Hotdog-Wagen, Eisverkäufer, mobile Kaffee-Bars etc.

Keine Radwege in Fußgängerzonen. vielleicht könnte man die Blau wieder etwas aktivieren. Kleiner Bach in der Bahnhofstraße wie in Freiburg

Beitrag zum Thema Innenstadtentwicklung in Ulm: die Sedelhöfe

Bei den Überlegungen zur Innenstadtentwicklung in Ulm und zu einem neuen bahnhofsnahen Einkaufszentrum „Sedelhöfe“ im Zentrum der Innenstadt wurde der Aspekt Natur, Attraktivität für die Fußgänger und Aufenthaltsqualität von Anfang an zu wenig berücksichtigt. Das ist umso unverständlicher, als wenige Jahre zuvor bei der Diskussion um die Entwicklung des Bahnhofsvorplatz ebenfalls zunächst der Aspekt Natur und Aufenthaltsqualität völlig vernachlässigt und erst durch die Stimme des BUND in die Diskussion eingebracht wurde, so dass jetzt das Thema Bäume als Schattenspender, Frischluftspender und Wohlfühlfaktor eine wichtige Rolle bei der Planung des Bahnhofsvorplatzes spielen.

Dieses Planungsmanko hat sich nun leider auf der anderen Seite der Friedrich-Ebert-Straße wiederholt. Wir erleben jetzt Sedelhöfe ohne Bäume, ohne Begrünung und blühende Pflanzen, geprägt von Beton und Stein, so dass das Thema Überhitzung im Sommer und Sauerstoff- und Frischluftmangel ein zentrales Problem der Sedelhöfe werden wird. Die rein ökonomischen Planungen, wie Ulm in Konkurrenz zum digitalen Einkaufen einen für die Käuferschaft sowohl aus Ulm/Neu-Ulm als auch der Umgebung attraktive Innenstadtbereich schaffen kann, haben dazu geführt, dass die kaufmännischen Überlegungen und die der Erreichbarkeit und des Parkens der Fahrzeuge alles dominiert haben.

Für Bäume mit einer Größe, dass sie eine schattenspendende, temperaturmindernde und luftverbessernde Wirkung haben, hätten von Anfang Pflanzplätze zwischen den Parkplätzen der Tiefgarage eingeplant und von PKW ausgespart und freigehalten werden müssen.

Da dies nicht erfolgt ist, stellt sich jetzt die Frage, was ersatzweise geschehen kann. Pflanzkübel für Bäume sind unschön und stören den Raumeindruck, werden aber wohl die einzige Möglichkeit sein, eine wesentliche Begrünung der Sedelhöfe zu erreichen. Da wirklich große Bäume jetzt nicht mehr zu installieren sind, sollte eine größere Zahl von kleineren bis mittelgroßen Bäumen in Pflanzkübeln geplanf werden.

Zugleich sollten die kahlen Betonwände mit unterschiedlichen Kletterpflanzen begrünt und zu den verschiedenen Jahreszeiten blühende Blumen eingeplant werden. Um die Sedelhöfe zu einem neben den Fußgängerzonen gleichwertigen attraktiven Einkaufsbereich zu machen, bedarf es eines Gesamtkonzepts von kleineren Bäumen, hängenden und stehenden Pflanzen, die möglichst zu verschiedenen Zeiten blühen.

Mit einem Hauch von „Botanischem Garten“ und einem deutlich verbesserten Sitzplatzangebot könnten die Sedelhöfe auch jetzt noch ein neues gelungenes Einkaufszentrum in Ulm werden. Eine solche Grünplanung sollte möglichst bald in Angriff genommen werden.

BUND Kreisverband Ulm

- Die Gestaltung von Bahnhof bis Hirschstraße nicht durchgängig gleich gestalten, das ist langweilig und man verliert die Orientierung. Eher in Abschnitte einteilen und Zonen mit ähnlichen Designs gestalten, die in einander übergehen.
- Wasserspender an denen man seine Mehrwegflaschen auffüllen kann -für Menschen und Tiere- machen die Fußgängerzone unverwechselbar
- Grüne bepflanzte, park-artige Inseln/Rückzugsmöglichkeiten und verschiedene natürliche Untergründe laden zum Verweilen ein
- Offenes Wlan