Prototyp für eine Mobilitätsstation am Eselsberg

Mobilitätsstation - Standort am Eselsberg für Prototyp

Short information to this project in English

Beschreibung des Projektes:

Am Eselsberg ist im Schnitt auf jede 2. Person über 18 Jahren ein PkW zugelassen. Parkende Autos bestimmen das Straßenbild. Wir wollen als Pilot eine erste Mobilitäts-Station am Eselsberg einrichten, auf der Bürger*innen Sharing-Angebote von (E)PkWs  und E-Lastenrad nutzen und ausprobieren können. Ein Testlabor für Bürger*innen, was Sharing und Mobilität für Sie persönlich bedeutet, und ob und wann Sie realistisch auf ein eigenes Fahrzeug verzichten könnten und wollen. In diesem Projekt pilotieren wir zudem erstmals an Vergaben Bedingungen für Mobilitätsdatenlieferungen zu formulieren, die es der Verwaltung erlauben unter Einhaltung des Datenschutzes Rückschlüsse zu ziehen. Offene Daten sollen für Nachnutzer*innen zur Verfügung gestellt werden. Nach einer Standortsuche hat sich der Ort der protoypischen Umsetzung konkretisiert: der Schotterparkplatz an der Eselsbergsteige  - Ecke Sebastian-Kneipp-Weg

Lageplan Mobilitätsstation Eselsberg

Der Prototyp einer Mobiliätsstation am Eselsberg bündelt nicht nur die Carsharing-Angebote der SWU und conficars. Der Prototpy der Mobilitätsstation, der in der Nähe eines Wohnheims für Studierende aus der ganzen Welt liegt, soll einfach alle anlocken, die diese Angebote gerne einmal für sich persönlich ausprobieren möchten.

Welche (Mobilitäts)Angebote sollen dort kommen?

  • eine 22 KW AC-E-Ladesäule (=Normalladesäule) mit 2 Ladepunkten der SWU (davon ein öffentlicher Ladepunkt)
  • 2 carsharing-Autos (1 Renault Zoé von swu2go und 1 conficars Auto der Wagenklasse XS)
    Kund*innen von swu2go bzw. conficars können carsharing-Autos der anderen Organisation in der gleichen App buchen, ohne sich noch einmal in der anderen Carsahring-Organisation registrieren zu müssen (Quernutzungsfähigkeit). Damit öffnet sich für Kund:innen auch die Möglichkeit andere Wagenklassen buchen zu können (an anderen Standorten in Ulm).
  • 2 E-Lastenräder (bereitgestellt von  swu2go powered by sigo)
  • eine Servicestation für Fahrräder (Werkzeug, Luftpumpe)
  • 1 Fahrradständer
  • 1 mobil.punkt-Stele
  • eScooter auf einer reservierten Fläche
     

Wie kann ich die Angebote nutzen und buchen?

  • eLadesäule:
    den öffentlichen E-Ladepunkt für Autos (Normalladesäule) können Sie mit einer Ladekarte des Ladenetz.de-Verbundes benutzen. Falls Sie noch keine besitzen können Sie hier eine SWU-LadeStromKarte für diesen öffentliche Ladepunkt bestellen und registrieren. Mit der SWU LadeStrom-Karte können Sie alle SWU-Stromladestationen und die Ladestationen des ladenetz.de-Verbundes zu den SWU-Tarifen nutzen.
  • Die carsharing-Autos der SWU (swu2go) bzw. Conficars können Sie buchen über die App Carsharing Deutschland (für Android Geräte in dem google play store, für Apple-Geräte im App store). Hierzu müssen Sie als Kunde von swu2go oder conficars registriert sein.
  • Die eScooter (TIER, Bird) werden über die Apps der jeweiligen Anbieter ausleihbar sein
  • Die eLastenräder können als swu2go-Kund:in ausgeliehen werden und werden im 30-Minuten-takt à 2,50 Euro abgerechnet. Ein ganzer Tag kostet 20 Euro.
    • Zur Registrierung (die Registrierung für die eLastenräder wird erst ab 24.7. live geschaltet, es ist hierfür kein Führerschein erforderlich!)
      Für swu2go carsharing-Kund:innen entfällt die einmalige Registrierungsgebühr.
    • Die Buchung der eLastenräder ist erst nach der Eröffnung (24.7. ab 17 Uhr) in der App "sigo sharing" (App Store, Playstore) möglich, das Probefahren bereits während der Eröffnung.
      Sigo ist der Kooperationspartner der SWU bei den eLastenrädern. Kosten bei der Eröffnung können gespart werden - die SWU hat ein Eröffnungsspecial zu den Lastenrädern.

       

Für wen?

  • Alle, die gerne z.B. carsharing oder eLastenräder ausprobieren möchten

  • Alle, die ein eAuto besitzen und eine Lademöglichkeit brauchen

  • AnwohnerInnen, die kein Radreparaturwerkzeug oder Luftpumpe besitzen

Nutzen:

  • Gestaltvorgaben und sonstige Rahmenbedingungen für andere Mobilitäts-Stationen in Ulm erarbeiten und ausprobieren

  • Die Verwaltung kann für Konzeption, Bau und Planung weitere Mobilitätsstationen und Bereitstellung von Sharing-Angeboten in Ulm aus dem Prototyp lernen

  • Anreize setzen, die eigene Einstellung zu Mobilität zu hinterfragen

  • Eine weitere öffentliche eLadeinfrastruktur für den Eselsberg schaffen

  • Ein erstes von der Öffentlichkeit nutzbares eLastenrad-Sharing-Angebot in Ulm erproben

  • Erstmals wurden alle Mobilitätsanbieter verpflichtet, der Stadt Verfügbarkeitsdaten (auch für Carsharing-Autos, E-Lastenräder und die E-Ladesäule) standardisiert bereitzustellen
     

Was wollen wir mit dem Projekt noch?

  • Im Pilot Erfahrungen sammeln, für andere Mobilitäts-Stationen in Ulm (z.B: Arbeitsschritte, Genehmigungen, Beteiligte, Gestaltung, Infrastrukturausstattung usw.)

  • Lernen, ob eLastenräder bei Bürger:innen gefragt sind

  • Datenstandards für offene Mobililtätsdaten erproben, Auswertungen daraus machen und deren Nutzen diskutieren

  • Was macht einen mobil.punkt/Mobilitätsstation für Nutzer*innen attraktiv? Was könnten weitere Angebote sein?

  • Fühlbar machen, wie sich Sharing-Angebote auf das eigene Leben und Verhalten auswirken, und was das mit der Allgemeinheit und Stadtgesellschaft zu tun hat


Bereits umgesetzte Meilensteine:

  • 27.04.2021: Eröffnung

  • 31.05.2021: Baubeginn

  • 28.05.2021: Spatenstich

  • 07.04.2021:  Vorstellung in der RPG Eselsberg

  • April 2021: Vergabe Bauleistungen

  • 30.03.2021 Start Bieterfrist für die Ausschreibung der Bauleistungen

  • Anfang 03/21: Baugrunduntersuchungen

  • Jan-Feb 2021: Entwurfsplanung12/2020: Vergabe Entwurfsplanung

  • 11 & 12/2020: Klärung Betreiberschaften, Verstetigung und Anpassung Zielszenario an Förderprojektende

  • 12/2020: 2 Fragen zu Mobilitätsstationen in die Online-Beteiligung "Bürgerblick" zum Innenstadt-dialog eingebracht

  • 12/2020: Verifizierung Finanzierbarkeit und zeitliche Realisierbarkeit

  • 11/2020: Angebotsanfrage für Entwurfsplanung und bauliche Umsetzungsplanung

  • 11/2020: Konkretisierung Datenstandards, Gespräche mit eLastenradanbietern

  • 10/2020: Aufmaß des Platzes und Erstellung verfeinerter  Kostenschätzung für das Projektbudget

  • Verifizierung Machbarkeit auf Restzeitraum  / COVID-bedingte Unwägbarkeiten und weitere Projektdurchführungsplanung

  • 27.07.2020: Treffen mit Wohnheimsprecher/Wohnheimtutor vor Ort - Vorstellung und Diskussion des Vorhabens
  • 03/2020:Vergabe Entwicklung Logo/Branding mobil.punkt
  • 01/2020: Abschluss Standortsuche am Eselsberg mit Ergebnis Schotterparkplatz Heilmeyersteige/Ecke Sebastian-Kneipp-Weg
  • 14.11.19: Entscheidung Gemeinderat zur Umsetzung der Idee der Mobilitätsstadtion
     

Nächste Schritte:

  • Rücksprache mit Studierenden zu Nutzungsideen auf einer Restfläche des Parkplatzes
  • 12.8. ab 18 Uhr: Führung vor Ort (bis ca. 19:30 Uhr)
  • ab August/september: GBFS-Datenlieferungen für die eLastenräder, swu2go und conficars sowie die E-Ladesäule als open data
  • im Oktober: erneute Führung vor Ort
  • Nutzerbefragung(en)
  • Austausch und Auswertung der Datenlieferungen mit den Partnern und der Mobilitätsabteilung
     

Umplanungen wegen Corona:

  • Bürgerwerkstatt am 24.10.2020 wurde kurzfristig wg. des Anstiegs der Corona-Inzidenzwerte abgesagt und auf eine 2-wöchige Online-Beteiligung umgestellt.
  • Workshop am 14.11.2020 für Bürger:innen wurde wg. "Lockdown-Light" abgesagt.
     

Was wird die Mobilitäts-Station nicht sein?

  • Ein Prototyp mit eBike-Sharing-Angeboten
  • eine stadtweite Ausschreibung von Carsharing oder Bikesharing
  • ein dauerhaftes Angebot mit eScootern vor Ort, falls die Nachfrage an eScootern im Projektzeitraum am ausgewählten Standort  nicht wirklich gegeben ist.

Projektleitung:

Lucia Erdt, Tel. 0731-161-1003, L.erdt[at]ulm.de
Stadt Ulm, Digitale Agenda, Weinhof 7, 89073 ulm

Projektpartner:

- Stadt Ulm, Stadtplanung, Strategische Mobilitätsabteilung, Verkehrsplanung, Team Fahrrad der Stadt Ulm
- Lokale Agenda 21

Projektdauer

- 12/2019 - 12/2021

 

Dieses Projekt wird im Rahmen des Förderprojektes zukunftskommune@bw vom Land Baden-Württemberg gefördert.

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