Datenplattform à la Ulm

Visualisierung verknüpfte Daten

Sabine Meigel, die Leiterin der städtischen Digitalen Agenda, stellte beim bundesweiten Workshop „Digitale Daseinsvorsorge am Beispiel Smarter Quartiere“ der Initiative „Stadt.Land.Digital“ das Ulmer Konzept der zentralen Datenplattform vor.
In Berlin nennt man sie Kieze, bei uns Quartiere. Die Meinung der Fachleute ist jedoch einhellig: Smarte Quartiere sind der Schlüssel zu Smart Cities. Aus diesem Grund appellierte Dr. Christine Kahlen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zu Beginn der Experten- und Expertinnenrunde, die im Rahmen des ersten bundesweiten Digitaltages stattfand: „Wir brauchen digitale Angebote, die die Bürgerschaft sowie die Unternehmen gerne nutzen wollen. Hierzu müssen Betrieben und Anbieter jedoch bereit sein, Daten offen zu legen und zu teilen.“ Dies ist mit ein Grund, weshalb das BMWi die Initiative „Stadt.Land.Digital“ ins Leben gerufen hat. Mit ihr sollen Kommunen bei der digitalen Transformation unterstützt werden.


Daten sind das Grundwasser der Stadt
Ulm geht hier mit einer eigenen zentralen Datenplattform mit gutem Beispiel voran. Dargestellt wurde die von Sabine Meigel, die beim Workshop mit auf dem virtuellen Podium saß: „Unsere Strategie ist eine modular aufgebaute Infrastruktur, die unter wissenschaftlicher Begleitung von Universitäten und auch des Frauenhofer-Instituts entsteht.“ Für sie stehe die technologische Souveränität, die Skalierbarkeit und der Gewinn von Echtzeitdaten ganz oben auf der Agenda: „Daten sind das Grundwasser unserer Stadt und wir wollen, dass die Daten auch in der Stadt bleiben. Nur so können wir Sicherheit gewährleisten das Vertrauen der Bürger und Bürgerinnen gewinnen.“ Dabei ist sich die Leiterin der Digitalen Agenda bewusst, dass für einen Großteil der Menschen die Plattform erst einmal ein verborgener Schatz bleiben wird: „Wenn wir perspektivisch nützliche Anwendungen etablieren und viele Datenbestände für alle (weiter)nutzbar machen, haben wir im Sinne einer nutzbringenden Stadtentwicklung schon sehr viel gewonnen.“
Um die gebotene Datensicherheit und Datenethik zu untermauern setzt die Stadt Ulm, so Sabine Meigel, in einem aktuellen Projekt auf die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).