Ein starkes Netzwerk - Transferworkshop der Modellkommunen Smart City

Über 40 Städte und Regionen sind im Rahmen des Transferworkshops Smart City zusammen gekommen, um über Stadtentwicklung und digitale Ansätze zu diskutieren, Wissen und Erfahrungen zu teilen und ein städteübergreifendes Netzwerk zu knüpfen.

Mit digitalen Ansätzen eine lebenswerte und nachhaltige Stadt zu gestalten - dieses Ziel steht im Mittelpunkt des Projektes Ulm4CleverCity, das mittlerweile im zweiten Jahr von Ministerium des Inneren, für Bau und Heimat gefördert wird. Die Stadt Ulm ist dabei nicht alleine auf dem Weg, den digitalen Wandel zu gestalten. In der ersten Förderstaffel wurden 13 Modellkommunen bzw. Regionen ausgewählt, in der zweiten Staffel kamen insgesamt 32 Kommunen dazu. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit der Städte ist ein zentraler Teil der Förderung.

Ulm, Osnabrück, Freiburg, Rostock und Kaiserslautern starten im Workshop mit Impulsen und Learnings aus den jeweiligen Städten. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, ähnliche Herausforderungen und damit gute Anknüpfungspunkte für die folgenden Diskussionen.

Die Städte und Regionen der jetzt gestarteten zweiten Staffel werden mit dem Transferworkshop in ein Netzwerk aufgenommen, auf das Ulm schon seit Projektbeginn Anfang 2020 baut. Dabei geht es nicht nur darum, zu diskutieren und in den Austausch zu gehen, sondern auch um die gemeinsame Entwicklung digitaler Lösungen. Mit den Grundsätzen von Open Data und Open Source ist das, was in der einen Kommune entwickelt wird auch für alle anderen nutzbar. So wird beispielsweise gerade eine Stadt-App von mehreren Kommunen gemeinsam entwickelt und genutzt.

"Die Tragweite der digitalen Transformation für die Stadtentwicklung kann gar nicht groß genug eingeschätzt werden" leitet Frau Polinna von Urban Catalyst den dritten Teil des Transferworkshops ein. Ausgerechnet das weltweite Pandemiegeschehen ist nach Polinna ein Katalysator für städtebauliche Veränderungen und digitale Umbrüche. Daher sei es besonders wichtig, dass verschiedene Akteure jetzt gemeinsam Visionen für resiliente Städte nach der Pandemie entwickeln.

Auch von Seiten des Ministeriums des Inneren, für Bau und Heimat wird die Bedeutung der Modellprojekte als Vorreiter für Zukunftsthemen der Digitalisierung hervorgehoben. Jens Freudenberg betont die Rolle eines positiven Narrativs für Transformationsprozesse und bestärkt die Städte darin, in den Austausch zu gehen und zusammenzuarbeiten.

Im Februar und März werden weitere Transferworkshops stattfinden, in denen zentrale Themen weiter vertieft werden. Aber auch zwischen den virtuellen Treffen läuft der Austausch auch über die neu geschaffene nationale Dialogplattform weiter.