Erste Anbieter von E-Tretrollern in Ulm

ZEUS Scooter mit 3 Rädern

Seit dem 27.07.2020 sind nun auch in Ulm die ersten Anbieter für E-Tretroller vertreten. Neben der Firma Zeus ist stellt mittlerweile auch die Firma Tier die E-Roller zur Verfügung - insgesamt 400 Roller sind es aktuell. Des Weiteren laufen Gespräche mit zwei weiteren Anbietern, die in Ulm aktiv werden wollen. 

Wie kann man die Roller nutzen?

Die Nutzung der Roller setzt einen Download und die Registrierung in der jeweiligen App des Anbieters voraus. Mittels App werden die Roller lokalisiert, ausgeliehen und zurückgegeben sowie der Bezahlvorgang abgewickelt. Bei allen Anbietern bezahlt man eine Grundgebühr zum Entsperren des Fahrzeugs sowie einen Minutenpreis.

Um auf ein harmonisches Miteinander zwischen den Anbietern und der Stadt Ulm hinzuwirken, hat die Stadt eine Kooperationsvereinbarung erstellt. Die Kooperationsvereinbarung basiert auf der freiwilligen Unterzeichnung durch die Anbieter.

Welche Regelungen beinhaltet die Kooperationsvereinbarung , z.B. zum Abstellen der Roller oder zum Datenaustausch?

Die wesentlichen Bestandteile der von der Stadt Ulm gewünschten Spielregeln beziehen sich dabei auf die Nutzung der Flächen sowie den Datenaustausch zur Mobilitätsplanung. Bezüglich der Flächennutzung hat sich die Abteilung Mobilität gemeinsam mit der Geschäftsstelle Digitale Agenda und der Stadtplanung Gedanken über die Abstellmöglichkeiten der Roller gemacht.

Durch das Einrichten von sogenannten "No-Parking Areas" kann Wildwuchs in bestimmten Bereichen (Bsp.: Münsterplatz oder Fußgängerzone) reduziert werden. Den Nutzern der Roller ist es an diesen "No-Parking Areas" nicht möglich, die laufende Buchung zu beenden. Als Gegenstück sollen Wunschabstellzonen für die E-Tretroller eingerichtet werden. Dies sind von der Stadt vorgehaltene Flächen, auf welchen die E-Tretroller abgestellt werden können. Dadurch kann ermöglicht werden, dass Anbieter die E-Tretroller im Interesse der Stadtverwaltung platzieren und Nutzer*innen die Roller auch wieder an den gewünschten Flächen abstellen.

Ebenso Bestandteil der Kooperationsvereinbarung ist das zur Verfügung stellen und Austauschen von wichtigen planungsrelevanten Mobilitätsdaten (Buchungshäufigkeit, Nutzungsdauer, Live-Standorte, Wunsch-und Ausschlusszonen usw.) gemäß Mobility Data Specification (MDS). MDS ist ein Standard für einen Open-Source basierten Datenaustausch zwischen Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen.