Fachbeirat bleibt Ulm4CleverCity treu

Fachbeirat U4CC

Es war eine lebhafte Diskussion über den Weg der Strategieentwicklung. Die Digitale Agenda kann sich auf dem Weg zur Smart City Ulm weiter auf hochkarätige Expertisen verlassen.


Der Fachbeirat, der das Modellprojekt „Ulm4CleverCity“ seit Anfang des Jahres 2020 begleitet, ist auch über die aktuelle Phase der Strategieentwicklung hinaus mit an Bord, die Ende 2021 abgeschlossen sein wird. Das bekräftigten die Expertinnen und Experten aus den Bereichen Stadtentwicklung, Technologie und Ethik bei ihrer ersten Fachbeiratssitzung in diesem Jahr einhellig. Zur großen Freude von Oberbürgermeister Gunter Czisch: „Der Diskurs mit dem Fachbeirat schärft die Sinne für das Machbare.“
Aufgrund der Corona-Pandemie fanden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter namhafter deutschen Institutionen und verschiedener wissenschaftlicher Institute erneut per Videokonferenz zusammen, um über den aktuellen Stand des vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) initiierten Projekts zu diskutieren. 

Chatbot für Open Library
Während der Online-Sitzung präsentierte das Projektteam um Leiterin Sabine Meigel kurzfristige Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem das Intercultural Communication Space (ICS), ein Raum im Museum Ulm, der technisch so ausgerüstet sein soll, dass gesprochene Sprache per Mikrofon erkannt und in die Übersetzung per Lautsprecher einfließen kann.
Ein weiteres Beispiel ist ein digitaler Treffpunkt mit Marktplatzcharakter für Bürgerinnen und Bürger jeden Alters des Vereins ILEU. Er soll die Zusammenarbeit aller Generationen, deren virtuelle Verbundenheit fördern und helfen Hemmschwellen zu neuen Medien abzubauen und das Projekt VIVES in Ulm unterstützen
Zudem soll in der Ulmer Stadtbibliothek „Glaspyramide 4.0“ ein Chatbot zum Einsatz kommen. Dieses textbasierte Dialogsystem soll die Nutzerinnen und Nutzer im Sinne einer „Open Library“ rund um die Uhr bei wichtigen Fragen unterstützen. Neben der Bildung wird auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Smart City großgeschrieben. So sollen Methoden wie einzelne Angstträume zum Beispiel schlecht beleuchtete Unterführungen sicherer gemacht werden mit der Bürgerschaft diskutiert werden.

Verbände und lokale Unternehmen mit an Bord
Erste digitalen Ansätze werden von 2022 an in fünf Quartieren exemplarisch für die gesamte Stadt umgesetzt. Dazu zählen unter anderem das Wengen- und Dichterviertel, aber auch die Innenstadt mit den Sedelhöfen sowie das Areal um den Hauptbahnhof. 
Die Stadt Ulm blickt auf ihrem Weg zur smarten Modellstadt jedoch weit über die eigenen Quartiersgrenzen hinaus. Sie ist seit kurzem im Club der 100 intelligenten Städte und damit Teil des internationalen Städte- und Expertennetzwerks Intelligent City Challenge (ICC) der Europäischen Kommission vertreten. Damit strebt Ulm internationale Partnerschaften an.
Die Digitale Agenda öffnet sich auch in der Region. So kommen viele Ideen, wie man die Zukunft der Stadt intelligent und nachhaltig für alle gestalten kann, in jüngster Zeit auch von lokalen Verbänden, Vereinen und Unternehmen. Entscheidend für den Ulmer Weg ist jedoch eine beherzt angegangene Bürgerbeteiligung. Sabine Meigel sagte in der Sitzung: „Hier können wir bereits auf einen breiten Erfahrungsschatz blicken.“ Mit der Auftaktveranstaltung Bürgerbeteiligung Ulm4CleverCity geht die Digitale Agenda nun einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg bis Ende 2021 eine Strategie für digitale Ansätze und Lösungen zu entwickeln. Der Kick-off-Event findet am 12. März um 18 Uhr online statt.