Stadt Ulm präsentiert auf Hannover Messe Zukunftsideen zur Digitalisierung

Ulmer Münster-Platine auf der Hannover Messe 2019

Die Digitalisierung bietet große Chancen für die künftige Stadtentwicklung, davon ist man bei der Ulmer Stadtverwaltung überzeugt. Vom 1. bis 5. April präsentiert die Stadt, die als einzige süddeutsche Kommune für die dritte und letzte Phase des bundesweiten Wettbewerbs „Zukunftsstadt 2030“ qualifiziert ist, daher auf der Hannover Messe ihre Version des Konzepts „Internet der Dinge für alle“.

Die Vertreterinnen der Digitalen Agenda sind in Halle 2 am Stand C40 des VDI-Technologiezentrums zu finden, das unter dem Motto „Urban Future“ technologische Innovationen für das zukünftige Leben in der Stadt präsentiert. Die Stadt informiert dort unter anderem über das Projekt „Zukunftsstadt“, bei dem Bürgerbeteiligung eine zentrale Rolle spielt. Aktueller Stand: Im Sommer startet mit dem Konzept „Nachhaltigkeit digital gestalten – Internet der Dinge für alle“ die dreijährige Umsetzungsphase. Im Fokus stehen die Bereiche Mobilität, Bildung und Alter. Ziel ist es, gute und nachhaltig geprägte Ideen für die Stadtentwicklung im Alltag zu verankern – mit Hilfe von digitalen Techniken und gemeinsam mit Bürgern und Bürgerinnen.

Oberbürgermeister Gunter Czisch: „Digitalisierung sollte das Leben der Menschen besser machen. Dafür muss sie aber auch emotional erlebbar werden, um Begeisterung zu wecken.“ Zu diesem Zweck bringt die Stadt kleine Roboter mit nach Hannover: Anhand der nur walnussgroßen und mit Farbsensoren ausgestatteten „Ozobots“ werden den Besuchern am Messestand erste Programmierschritte praktisch und kinderleicht erklärt – und natürlich sind die Roboterzwerge ein echter Hingucker.

Ulms Kooperationspartner im Projekt Zukunftsstadt, die citysens GmbH, zeigt auf der Hannover Messe, die als „Weltleitmesse für Industrie“ gilt, da-rüber hinaus verschiedene Sensoren auf Basis der LoRaWAN-Netzwerktechnologie. Die Abkürzung steht für Long Range Wide Area Net-work (LoRaWAN) und ist wichtiger Bestandteil bei der Datenübertragung für das „Internet der Dinge“ (IoT). Sensoren sind beispielsweise in der Lage, Daten zu übermitteln, aus denen sich Rückschlüsse auf Verkehrsaufkommen und ähnliches ziehen lassen. Solche Daten sind unter anderem wichtig für Stadt- und Verkehrsplanungen.

Ulm ist eine der wenigen Städte, die flächendeckend über ein geeignetes Funknetz verfügen, um diese Technologie einzusetzen. Mit ihm kann für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Unternehmen eine Infrastruktur ge-schaffen werden, mit der das Internet der Dinge für jeden greifbar wird. Ulm setzt darauf, dass eine solche Infrastruktur offen, kostenlos für alle und mit Nutzen für alle verbunden ist.