Ulm wird smarte Modellstadt des Bundes

Es ist ein weiterer bedeutender Schritt, um den digitalen Wandel in der Stadt für alle Bürger deutlich voranzutreiben. Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, hat bekannt gegeben, dass Ulm zu den Gewinnern der Ausschreibung „Modellprojekte Smart Cities“ gehört. Die Stadt konnte mit ihrer Bewerbung neben den Städten Solingen und Wolfsburg in der Kategorie „Großstädte“ bereits in der ersten Staffel überzeugen. Ziel des Bundesprojektes ist es, sektorübergreifende Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren noch drei Staffeln und damit rund 50 Modellprojekte mit insgesamt 750 Millionen Euro gefördert werden. Den Antrag für die Förderung hatte die Geschäftsstelle Digitale Agenda eingereicht. Die nun bewilligte Fördersumme von knapp 8 Millionen € entspricht einer Förderung von 65% der Gesamtsumme; die restlichen gut 4 Millionen € steuert die Stadt bei.
Dass Ulm bereits in der ersten Staffel den Zuschlag erhielt ist für Oberbürgermeister Gunter Czisch Auszeichnung und Bestätigung zugleich: „Wir sind sehr stolz und freuen uns, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung zur digitalen Transformation der Stadt Fachgutachter und Jury überzeugen konnten und als eine der Modellstädte des Bundes an nationaler und internationaler Strahlkraft gewinnen werden.“

Know-how und Bürgerengagement als Nährboden
Aufbauend auf die bereits geschaffenen Strukturen wie der Geschäftsstelle Digitale Agenda, dem Veschwörhaus, dem dreijährigen Bürgerdialog im Rahmen der Zukunftsstadt 2030 sowie einer sich stetig weiterentwickelnden Open Data Community, hat die Stadt die Basis für eine „Smart City“-Strategie von unten gelegt. Dieser nutzerorientierte Ulmer Ansatz, der sich an den Leitlinien der Smart City Charta des Bundes orientiert, bietet den Nährboden für das weitere Vorgehen, in dem eine starke Bürgerbeteiligung jederzeit im Fokus steht. Gunter Czisch: „Mit der in Ulm seit jeher gelebten offenen Erprobungskultur, den bestehenden technische Infrastrukturen, dem Know-how sowie dem großen Engagement zahlreicher Initiativen und Bürger, werden wir im Rahmen dieses neuen Projektes die Echtbetriebe von Services forcieren, die Datenethik vertiefen und Leitlinien schaffen.“ Für den Oberbürgermeister ist es dabei entscheidend, dass das Denken in digitalen Strukturen weiter in den Köpfen der Bürger und Bürgerinnen verankert wird: „Die Digitalisierung darf keine Angst verbreiten, sie muss Sicherheit bringen.“

Ulm bietet Wissenstransfer an
Insgesamt hatten sich rund 100 Städte, Kreise und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Nach Auffassung der Jury bieten in dieser ersten Modellprojektstaffel die ausgewählten Projekte in der Gesamtschau das größte Potential, dass möglich viele Kommunen in Deutschland von den Erfahrungen und Erkenntnissen der Modellprojekte Smart Cities profitieren. Im Ulmer Rathaus ist man sicher, dass man zu diesem gewünschten Wissenstransfer in die Breite einen großen Beitrag leisten kann und wird.