Wir haben die Ulmer*innen gefragt: Nachhaltig und Digital - geht das?

Mit dem Projekt „Zukunftsstadt Ulm 2030“ streben wir eine digitale und nachhaltige Stadtentwicklung an, dabei suchen wir gemeinsam mit den Ulmer Bürger*innen Wege für eine Digitalisierung "von unten". Im Rahmen des Impulsevents am 26.07.2021 haben wir uns dazu die Frage gestellt "Nachhaltig & Digital - geht das?".

Im Zuge dieser Veranstaltung haben wir eine Meinungsumfrage gestartet. Wir wollten von den Ulmer und Ulmerinnen wissen wie sie zu den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen: Passen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen? Welche Aspekte sind ihnen wichtig? Und wo kann man selbst am meisten bewirken?

Dazu haben wir am 21.07. am Boxenstopp auf dem Hans-und-Sophie-Scholl-Platz die Menschen befragt und die gleichen Fragen auch auf Instagram gestellt, hier war die Umfrage am 22.07. für 24 Stunden online: 

Ergebnisse Meinungsumfrage - Nachhaltig & Digital - geht das?

Dabei hat uns interessiert, ob die Leute denken, dass die beiden Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenpassen. In den Ergebnissen lassen sich kleine Unterschiede zwischen der Vor-Ort-Befragung und den Abstimmungsergebnissen auf Instagram festhalten. Vor Ort finden 66,7% der Leute, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenpassen, auf Instragram waren es ca. 86,5 %.

Als Beispiel haben wir dazu auch ein Hochbeet gezeigt, dass zeigt, wie in der Stadt Digitalisierung mit Nachhaltigkeit sinnvoll verknüpft werden kann. Mithilfe von Sensoren wird das Hochbeet automatisch und bedarfsgerecht bewässert. Hier hat uns interessiert wie finden die Ulmer*innen ein solches digitales Hochbeet? Das Ergebnis war hier in beiden Fällen positiv, 76,3 % Vor-Ort und 87 % der Personen auf Instragram finden ein solches Hochbeet super!

In den nächsten beiden Fragen wollten wir den Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit legen. Dabei wollten wir einmal von den Leuten wissen welche Aspekte bei Nachhaltigkeit ihnen am wichtigsten sind: Ökonomische Aspekte (z.B. fairer Handel), ökologische Aspekte (z.B. weniger Plastik, Co2-Reduktion) oder Soziale Aspekte (z.B. Gewährleistung von sozialer Teilhabe).
In der Befragung vor Ort, waren den Leuten vor allem die sozialen Aspekte am wichtigsten. Auf Instagram hingegen wurden die ökologischen Aspekte als wichtigstes Kriterium im Bereich der Nachhaltigkeit genannt.

Weiterhin wollten wir wissen, in welchen Bereichen die Leute glauben selbst am meisten zur Nachhaltigkeit beitragen zu können. Hierbei standen die Auswahlmöglichkeiten Fairer Handel und Ernährung (z.B. Foodsharing), Globale Aspekte und soziale Teilhabe, Umwelt- und Klimaschutz sowie alle drei der genannten Punkte gleichermaßen zur Auswahl. Vor-Ort haben die meisten Personen angegeben am meisten durch die Themen Ernährung und Fairen Handel zur Nachhaltigkeit beitragen zu können. In Instagram haben die meisten Abstimmenden angegeben über alle drei Bereiche gleichermaßen zur Nachhaltigkeit beizutragen.

Zuletzt wollten wir noch wissen: "Was ist für dich digitale Nachhaltigkeit? Was verbindest du damit?"

Hierbei wurden ganz unterschiedlichste Kategorien und Bereiche genannt: 

 

  • Sensorik
    •  Smart Home
    •  Fahrrad-Sensorik
    •  Umweltdaten
    •  Feinstaubmessung
  • ÖPNV
    •  Digitale Fahrkarte
    • Weniger Autos, mehr Fahrräder
    • Services für Radfahrer ausbauen
    •  Zentrale Verwaltung der E-Rollervermietung
  • Energie & Rohstoffe
    •  Nachhaltige Energien
    • Batterieforschung
    •  Wärme aus Rechenzentren zur Stromerzeugung nutzen
    • Sektorkupplung & smarte Netze
    • Intelligente Netzwerkssysteme
  • Soziales
    •  Erleichterung im Alltag
    • Soziale Aspekte der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen
    • Vernetzung der Menschen
  • Vorausschauende Planung & „Urban Foresight“
    • Innovation
    • Vorausschauend planen
    • Zukunftsorientiertes Denken
    • Planung
  • Apps
    • Sharing Apps, insbesondere Food-Sharing
    • Einfache Bedienung für alle
    • Klimaschutz durch intelligente Systeme & Angebote
    • Sharing-Angebote
  • Städtebauliche Aspekte
    • Biotope, Fassadenbegrünung, Ruhezonen in der Stadt
    • Stadt entkernen und beruhigen
    • BIM (Building Information Modelling)
  • Digitale Verwaltung
    • Weniger Papier
    • Papierlose Verwaltung & Online-Anträge
  • Umgang mit Geräten & Hardware
    • Alt-Geräte recyceln
    •  Längere Lebensdauer und Ersatzteile
    • Repair-Cafes
    • Sparsame Geräte
  • Datenschutz
  • Home-Office
    • Home Office bedeutet weniger Verkehr in der Stadt
    • Reduzierung von Wegstrecken und Reisen
    • Remote Meetings und weniger Verkehr
  • Umgang mit Daten und Schnittstellen
    • Freie Information
    • Alle Daten nutzen
    • Offene APIs
    • Keine Abhängigkeiten schaffen
  • Nachhaltige Webseiten & Software
    • Langelebige, sichere Software
    • Websites komprimieren für weniger CO2-Austoß

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Allen die mitgemacht haben! Weitere Informationen zum Online-Event "Nachhaltig & Digital - geht das?" finden Sie auch unter ulm.de