Shareplace

Im Rahmen von SHAREPLACE testet die Stadt Ulm die in Finnland entwickelte Freie/Libre Open-Source-Software (F/LOSS) Digitransit.

Digitransit ermöglicht eine intermodale Verkehrsauskunft, in die neben Bus und Bahn auch neue Mobilitätsangebote wie z.B. Bikesharing aber auch Informationen wie ÖPNV-Haltestellen, Parkhausbelegung oder Baustellen integriert werden können. Die Auskunft über verschiedene Angebote und Informationen wird also für Nutzer*innen vereint und übersichtlich dargestellt.

Voraussetzung hierfür ist die Bereitstellung der benötigten Informationen als offene Daten, weshalb im Projekt stark daran gearbeitet wird, Informationsquellen wie Fahrpläne, Parkhausbelegung uvm. als offene Daten im ersten Schritt zu erschließen.
Im Projekt Openbike wird derzeit Software für eine Bikesharing Lösung entwickelt und mit städtischen Beschäftigten getestet. Mit Openbike soll beispielhaft gezeigt werden, wie andere Mobilitätslösungen in Digitransit integriert werden können.

Der aktuelle Entwicklungsstand ist hier (https://digitransit.im.verschwoerhaus.de/) einsehbar und befindet sich in stetiger Weiterentwicklung.

Der Vorteil an Open-Source-Software ist, dass der zugrundeliegende Code frei und kostenlos zugänglich, einsehbar, kopierbar und anpassbar ist – und das für alle.

Digitransit wurde ursprünglich von HSL, dem Verkehrsverbund in Helsinki als Open Source Software entwickelt. Das Beispiel von Digitransit zeigt, wie nach Helsinki mehr und mehr Städte die Software auf ihre eigenen Bedürfnisse angepasst und ausgerollt haben. So gibt es neben der verbreiteten Nutzung von Digitransit in ganz Finnland mittlerweile auch eigene Anpassungen in den Städten Herrenberg, Münster, Ulm, Osijek (Kroatien) und Turin (Italien). Auch in Estland ist eine Umsetzung in Arbeit.

Dadurch, dass die Software Open Source ist, profitieren alle von gemeinsamer Entwicklung und Problemlösung.
Bei Freier/Open-Source-Software geht es um 4 Grundfreiheiten:
• das Recht zur uneingeschränkten Verwendung der Software zu jedem Zweck
• das Recht, ihre Funktionsweise zu untersuchen und zu verstehen
• das Recht, Kopien der Software zu verbreiten
• das Recht, die Software zu verbessern und die Verbesserungen zu verbreiten, sodass alle etwas davon haben

Wer nicht programmieren kann, glaubt häufig, dass ihm diese vier Freiheiten nicht viel nützen. Doch das ist zu kurz gedacht: Auch, wenn ich das selbst nicht kann, erlauben mir die vier Freiheiten, eine andere Person zu finden, die mein Problem lösen kann.